Taiwan und Litauen vertiefen ihre Zusammenarbeit in der Halbleiterindustrie. Taiwans staatliches Industrietechnologisches Forschungsinstitut (ITRI) unterzeichnete am heutigen Freitag auf der Halbleitermesse SEMICON in Taipei Absichtserklärungen mit dem litauischen Laserverband und dem Zentrum für Physikalische Wissenschaften und Technologie in Vilnius.
Gegenstand der Erklärungen ist die Lasertechnik im fortgeschrittenen Packaging – dem Zusammenfügen mehrerer Chips zu einer Einheit.
Beide Seiten investieren in das zweijährige Programm zusammen rund 5,6 Millionen Euro.
Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) sagte, Taiwans Stärke liege in Fertigung und Entwicklung; Litauens bei Lasern, Optik und Präzisionsbearbeitung. Beide Länder teilten demokratische Werte und den Willen, politischem und wirtschaftlichem Druck autoritärer Staaten standzuhalten. Litauen war 2021 von China wirtschaftlich sanktioniert worden, nachdem es der Eröffnung einer taiwanischen Vertretung in Vilnius unter dem Namen Taiwans anstelle Taipeis zugestimmt hatte.
ITRI-Präsident Chang Pei-Zen (張培仁) erklärte, gemeinsam entwickelt werden solle unter anderem technische Ausrüstung für neue Materialien wie Siliziumkarbid und Diamantsubstrate sowie für die Kühlung von KI-Servern. Ein gemeinsames Forschungszentrum für ultraschnelle Laser betreiben beide Seiten bereits seit 2023.