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Delegation besucht Taiwan im Rahmen der "European Valued Important Partnership"

07/09/2026 18:31
Redaktion: RTI Deutsch
Delegation aus acht europäischen Ländern besucht im Rahmen der "European Valued Important Partnership" Taiwan (Foto: Präsidialamt)
Delegation aus acht europäischen Ländern besucht im Rahmen der "European Valued Important Partnership" Taiwan (Foto: Präsidialamt)

Der stellvertretende Außenminister François Wu Chih-chung (吳志中) hat am 3. September in Taipei eine Delegation aus Europa im Rahmen der Initiative "European Valued Important Partnership" (EVIP) 2026 willkommen geheißen. Die Delegationsmitglieder kommen aus acht europäischen Ländern: Österreich, Tschechien, Frankreich, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien und Großbritannien. Dies teilte das taiwanische Außenministerium am Samstag mit.

In seiner Ansprache erklärte Wu, Taiwan und Europa verbinde eine lange Geschichte. Beide Seiten teilten universelle Werte wie Demokratie und Freiheit. Die Erfolge der taiwanischen Halbleiterindustrie seien untrennbar mit der langjährigen und engen Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa verbunden. Länder wie die Niederlande, Deutschland, Frankreich und Belgien seien wichtige Partner für die industrielle Entwicklung Taiwans.

In den vergangenen Jahren habe sich der Austausch zwischen Taiwan und Europa insbesondere in den Bereichen Technologie und Halbleiter weiter intensiviert. Taiwanische Unternehmen wie TSMC und Foxconn bauten ihre Präsenz in Europa kontinuierlich aus. Zudem vertiefe Taiwan durch ein Programm zur Ausbildung von Fachkräften im Halbleiterbereich mit Großbritannien den Austausch von Fachkräften im Technologiebereich. Dies zeige das Potenzial für eine weitere technologische Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa.

Angesichts der anhaltenden Ausweitung autoritärer Kräfte sollten Taiwan und Europa noch enger zusammenarbeiten, um gemeinsame Werte wie Demokratie und Freiheit zu schützen und eine noch widerstandsfähigere und sicherere Partnerschaft aufzubauen, betonte Wu.

Der Leiter der Delegation, Stefan Gara, sagte in seiner Ansprache, Taiwan und Europa teilten demokratische Werte und gemeinsame Interessen. Die technologische Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten könne auf der Grundlage von Vertrauen und der Menschen weiter vertieft werden.

Taiwan verfüge in Bereichen wie Halbleitern, künstlicher Intelligenz und Drohnen über technologische Kompetenz und umfassende industrielle Ökosysteme. In Verbindung mit den Stärken Europas in Forschung und Wissenschaft könne dies dazu beitragen, Forschungsergebnisse stärker in industrielle Anwendungen zu überführen und für beide Seiten zusätzlichen Mehrwert zu schaffen.

Gara würdigte zudem Taiwans Maßnahmen zur Stärkung der Energieversorgungssicherheit. Auf der Grundlage guter Regierungsführung und gegenseitigen Vertrauens könnten beide Seiten die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen weiter vertiefen, sagte er.

Das taiwanische Außenministerium führt die Initiative "European Valued Important Partnership" in diesem Jahr gemeinsam mit Taiwans Fonds für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (Taiwan International Cooperation and Development Fund, TaiwanICDF) durch. Im Mittelpunkt steht die "technologische Lieferkette der Halbleiterindustrie".

Für die Delegation wurden Treffen mit zuständigen Regierungsstellen und entsprechenden Einrichtungen der Privatwirtschaft in Taiwan geplant. Damit soll der Austausch zwischen Taiwan und Europa unter anderem über vertrauenswürdige Halbleiter-Lieferketten und die Entwicklung der digitalen Wirtschaft gefördert werden.

Seit Jahresbeginn haben bereits Delegationen junger politischer Führungskräfte, Parlamentsmitarbeiter und Regierungsbeamter aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Finnland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei, Litauen, Rumänien, Albanien, Kosovo, Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien Taiwan besucht.

Zu dem Empfang waren neben den Delegationsmitgliedern auch Vertreter der Vertretungsbüros der acht Länder in Taiwan, Wissenschaftler von Thinktanks sowie Vertreter von Nichtregierungsorganisationen eingeladen. Damit soll der Austausch und die Vernetzung zwischen Taiwan und Europa weiter vertieft werden.

Außenamtssprecher Hsiao Kuang-wei sagte heute: "Demokratische Länder sollten sich zusammenschließen und zusammenarbeiten, um gemeinsam eine globale demokratische Lieferkette neu aufzubauen. Taiwan wird dabei für Europa und die Welt auch ein wichtiger und vertrauenswürdiger Partner sein."

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