In der 4. und letzten Folge von „De facto, de jure, de Taiwan? – Die Taiwanfrage zwischen Recht, Politik und Identität“ richtet Diplomjuristin und Visiting Researcher Vivienne Essig den Blick auf die Frage, wie sich Taiwans politische, rechtliche und internationale Rahmenbedingungen im konkreten Leben auf der Insel widerspiegeln und einordnen lassen.
Nachdem in den vergangenen Folgen vor allem Taiwans rechtlicher Status, seine politische Entwicklung und seine internationalen Beziehungen im Mittelpunkt standen, kommen zum Abschluss der Reihe Menschen zu Wort, die Taiwan aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erleben: die Chefredakteurin von RTI Deutsch, Bihui Chiu, RTI-Redakteur Ilon Huang, Prof. Heng-Da Hsu, Strafrechtsprofessor an der National Taiwan University, die Rechtsberaterin und Wirtschaftsexpertin Ellie Kan sowie Masterstudentin Charlotte Cheng.
Mit Bihui Chiu und Ilon Huang geht es um journalistisches Arbeiten in Taiwan, um die Wahrnehmung der Insel in der Berichterstattung, mögliche Einflussnahmen und die Rolle einer lebendigen Zivilgesellschaft. Prof. Hsu spricht über die Zukunft des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Taiwan und Deutschland und darüber, warum Taiwan auch für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessant sein kann. Charlotte Cheng schildert ihre Perspektive auf das Leben in Taiwan und darauf, wie die Insel im Ausland wahrgenommen wird. Mit Ellie Kan geht es um das Arbeitsleben in Taiwan und um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Taiwan und Deutschland.
So verbindet die letzte Folge noch einmal die zentralen Themen der Reihe – Recht, Politik und internationale Beziehungen – mit persönlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Blickwinkeln auf Taiwan. Dabei wird deutlich, wie eng politische und rechtliche Rahmenbedingungen mit gesellschaftlicher Realität, beruflichem Alltag und internationaler Wahrnehmung verknüpft sind.
Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn: Was wünschen sich die Gäste für Taiwan in den kommenden zehn Jahren?
Die geäußerten Meinungen der Interviewten geben ausschließlich deren persönliche Haltungen wieder und repräsentieren nicht die offiziellen Positionen ihrer jeweiligen Organisationen oder Arbeitgeber.