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Reuters: Taiwan will Waffen im Wert von bis zu 10 Milliarden US-Dollar von den USA kaufen

18/02/2025 19:15
Redaktion: RTI Deutsch

Taipei – 18. Februar 2025. Taiwan erwägt Berichten zufolge einen größeren Waffenkauf aus den USA im Wert von 7 bis 10 Milliarden US-Dollar, um angesichts des anhaltenden militärischen Drucks aus China seine Verteidigung zu stärken.

Unter Berufung auf Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichtet Reuters, dass Taiwan mit US-Beamten Gespräche über die Beschaffung führt, mit der Taipeh sein Engagement für die Selbstverteidigung demonstrieren wolle.

Eine Quelle sagte, das vorgeschlagene Paket würde Marschflugkörper zur Küstenverteidigung und Raketen für das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) umfassen. „Ich wäre sehr überrascht, wenn es sich um weniger als 8 Milliarden US-Dollar handeln würde - irgendwo zwischen 7 und 10 Milliarden US-Dollar“, so die Quelle weiter.

Das Trump-Team hat auf die Bitte von Reuters um einen Kommentar nicht reagiert. Der nationale Sicherheitsberater der USA, Mike Waltz, hatte jedoch bereits im Januar seinen Wunsch geäußert, die Waffenlieferungen an Taiwan zu beschleunigen.

Auch das taiwanische Verteidigungsministerium lehnte es ab, sich zu konkreten Beschaffungen zu äußern, bekräftigte aber sein Engagement für die Stärkung der nationalen Verteidigung. Das Ministerium erklärte, dass alle Waffen und Ausrüstungen, die die Fähigkeiten des Militärs verbessern, als potenzielle Beschaffungsziele gelten.

Eine andere Quelle verriet, dass Taiwan plane, ein spezielles Verteidigungsbudget vorzuschlagen, das sich auf Präzisionsmunition, die Aufrüstung der Luftverteidigung, Kommando- und Kontrollsysteme, Ausrüstung für die Reservetruppen und Anti-Drohnen-Technologie konzentrieren solle.

Bezüglich der US-China-Politik sagte eine Quelle, Taiwan glaube nicht, dass Trump ein „großes Abkommen“ mit dem chinesischen Führer Xi Jinping (習近平) anstrebe, das Taiwans Interessen untergraben würde. Stattdessen, so die Quelle, konzentriere sich Trump mehr auf die Einführung von Zöllen auf Halbleiter.

Darüber hinaus sagten die Quellen, dass Raymond Greene, Direktor des American Institute in Taiwan (AIT), trotz breiterer Verschiebungen in den diplomatischen Positionen der USA in seiner Funktion bleiben wird.

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