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Taiwan gratuliert Leo XIV. und hofft auf bessere Beziehungen zum Vatikan

09/05/2025 18:01
Redaktion: Benedict Kroll
Taiwans neuer Botschafter beim Heiligen Stuhl, Ho Chung-yi (賀忠義), hofft auf gute Beziehungen zu Papst Leo XIV. (Foto: AFP)
Taiwans neuer Botschafter beim Heiligen Stuhl, Ho Chung-yi (賀忠義), hofft auf gute Beziehungen zu Papst Leo XIV. (Foto: AFP)

Taipei – 9. Mai 2025. Taiwan hat Papst Leo XIV. zur Wahl gratuliert und betont den Wunsch, die bilateralen Beziehungen zum Heiligen Stuhl weiter zu vertiefen. Präsident Lai Ching-te (賴清德) beauftragte umgehend die taiwanische Botschaft im Vatikan, ein offizielles Glückwunschtelegramm zu übermitteln. Darin hebt Taiwan die gemeinsamen Werte hervor und bekräftigt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit für Frieden, Gerechtigkeit, Religionsfreiheit und Menschenwürde.

Die Wahl des US-amerikanischen Kardinals Robert Prevost zum 267. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche wird in Taipei auch als Chance gesehen, die seit 83 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zum Vatikan zu stärken.

Taiwans bisheriger Botschafter beim Heiligen Stuhl, Lee Shih-ming (李世明), erinnerte sich in einem Interview an seine Begegnungen mit Prevost. Dieser habe bei einem Gespräch 2023 klar zwischen dem demokratischen Taiwan und der kommunistischen Volksrepublik China unterschieden – ein Umstand, der bei Lee bleibenden Eindruck hinterließ. Er zeigte sich optimistisch, dass sich unter Papst Leo XIV. neue Türen für den Dialog öffnen könnten.

Der Heilige Stuhl ist eines der wenigen Völkerrechtssubjekte, die mit der Republik China (Taiwan) offizielle diplomatische Beziehungen unterhalten. Dieser Umstand ist zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass die katholische Kirche in der Volksrepublik China nicht ohne staatliche Kontrolle durch die Kommunistische Partei Chinas agieren kann. Zwar wurde 2018 ein Abkommen zur Ernennung von Bischöfen in China geschlossen, doch hat Pekings aktuelle Politik der „Sinisierung der Religion“ weitere Fortschritte ausgeschlossen. So war bei der Beisetzung von Papst Franziskus kein chinesischer Bischof anwesend – eine Geste, die innerhalb der katholischen Kirche Kritik auslöste.

Taiwans neuer Botschafter beim Heiligen Stuhl, Ho Chung-yi (賀忠義), übernimmt das Amt zu einem diplomatisch günstigen Zeitpunkt. Angesichts seiner langjährigen Erfahrung in US-Angelegenheiten wertet das Außenministerium den Wechsel als vielversprechend. Taiwan hofft, die Zusammenarbeit mit dem Vatikan auf politischer, humanitärer und religiöser Ebene weiter ausbauen zu können.

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