Taifun Danas hat schwere Regenfälle und Sturmböen in Taiwan verursacht. Zwei Menschen kamen ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt. Der Taifun unterbrach vielerorts die Strom- und Wasserversorgung sowie Telekommunikationsverbindungen.
Bis heute Nachmittag konnte die Wasserversorgung für alle Haushalte wieder hergestellt werden. Die Reparatur von Strom- und Festnetzverbindungen sowie Mobilfunkpasen dauert an.
Taifun Danas ist gestern, Sonntag um 23:40 Uhr in Budai im Landkreis Chiayi im Südwesten Taiwans an Land getroffen und hat Taiwan heute Morgen um etwa 6 Uhr von Nordtaiwan an der Grenze zwischen Taoyuan und Hsinchu wieder verlassen.
Es war der erste Taifun seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen im Jahr 1958, der im Landkreis Chiayi an Land traf.
Insgesamt wurden fast 3.500 Menschen aus zehn Städten und Landkreisen evakuiert, die meisten davon aus Kaohsiung in Südtaiwan. Es wurden 47 Notunterkünfte eingerichtet, in denen bis Montagmorgen rund 580 Personen untergebracht waren.
Aus 200 Orten wurden Überschwemmungen gemeldet.
Nach Angaben des Katastrophenzentrums wurden bis heute, Montag, 8:00 Uhr 2.270 Schäden gemeldet, darunter an Gebäuden, Infrastruktur und umgestürzte Bäume.
Auch der Bahn-, Flug- und Fährverkehr wurde durch den Taifun teilweise unterbrochen.
Auch in der Landwirtschaft hat der Taifun große Verluste verursacht.
Bisher wurden zwei Todesfälle bestätigt: Ein 60-jähriger Mann starb, nachdem sein Beatmungsgerät durch Stromunterbrechung ausfiel. Ein 69-Jähriger starb bei einem durch einen umgestürzten Baum verursachten Autounfall.
Die Wetterbehörde hat Land- und Seewarnung für Taiwan mittlerweile aufgehoben. Es besteht jedoch weiterhin Starkregenwarnung für Südtaiwan.