Bei einem bilateralen Gipfeltreffen in London haben Großbritanniens Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag ihre Unterstützung für Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße bekräftigt. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass Europas Sicherheit untrennbar mit der strategischen Lage im Indopazifik verknüpft sei. Beide Länder kündigten an, ihre Kooperation in der Region auszubauen – etwa durch gemeinsames maritimes Sicherheitstraining und gegenseitigen Zugang zu Militärstützpunkten. Die Erklärung fordert ausdrücklich eine friedliche Lösung der Spannungen zwischen China und Taiwan.
Taiwans Außenministerium begrüßte die Stellungnahme am Freitag in einer kurzen Mitteilung und erinnerte daran, dass ähnliche Formulierungen bereits beim G7-Gipfel im Juni getroffen wurden. Dass London und Paris nun erneut gemeinsam Position beziehen, wertet das Ministerium als deutliches Zeichen dafür, dass der Schutz der Stabilität in der Taiwanstraße Teil eines wachsenden internationalen Konsenses ist. Taiwan werde weiterhin mit demokratischen Partnern daran arbeiten, Frieden und eine regelbasierte Ordnung im Indopazifik zu sichern.
Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) dankte den Regierungen in Paris und London ausdrücklich für ihre klare Haltung. Die Unterstützung unterstreiche Taiwans Rolle als verantwortungsbewusster demokratischer Akteur und zeige, dass gemeinsame Werte wie Freiheit, Offenheit und Stabilität über regionale Grenzen hinaus verteidigt werden.