Taifun Podul ist heute über Südtaiwan hinweggezogen. Er traf gegen 13:00 Uhr an der Südostküste in Taimali, rund 20 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Taitung, auf Land und zog in westnordwestlicher Richtung über die Insel. Gegen 16:00 Uhr verließ er Taiwan bereits wieder an der Südwestküste bei Qigu in Tainan.
Podul brachte vor allem über Ost- und Südtaiwan heftige Regenfälle und Sturmböen. Nach Angaben der Wetterbehörde werden die Auswirkungen noch bis Donnerstag in den frühen Morgenstunden zu spüren sein. Für Regionen südlich des Landkreises Changhua sowie für die Inseln Kinmen und Penghu gilt weiterhin die Warnung vor starkem Wind und heftigen Regenfällen.
In bergigen Regionen besteht weiterhin Gefahr von Erdrutschen und Steinschlägen. Die Wetterbehörde rechnet damit, die Taifunwarnungen am Donnerstagmorgen aufheben zu können.
Der Taifun führte zu Unterbrechungen im Eisenbahn-, Fähr- und Flugverkehr. In den meisten Regionen in Ost- und Südtaiwan blieben Schulen und Behörden geschlossen.
Nach Angaben des Zentralen Katastrophenschutzzentrums von 21:00 Uhr wurden 112 Menschen verletzt, eine Person wird vermisst. Bis dahin wurden insgesamt 741 Schadensfälle gemeldet, vor allem an wichtiger Infrastruktur sowie durch umgestürzte Bäume.
Bis 20:00 Uhr waren über 280.000 Haushalte ohne Strom, bei mehr als 63.000 Haushalten ist die Versorgung noch nicht wiederhergestellt. Die Reparaturarbeiten sollen bis Donnerstag um 23:00 Uhr abgeschlossen sein.
Mehr als 8000 Menschen aus acht Städten und Landkreisen wurden vorsorglich evakuiert.
Der Taifun befand sich um 21:00 Uhr etwa 100 Kilometer westsüdwestlich der Inseln Penghu und bewegte sich mit 31 Kilometern pro Stunde weiter in Richtung Westnordwest.
(Update: 21:00 Uhr)