Gestern hat erstmals die internationale Veranstaltung der Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) in Taiwan stattgefunden. Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) betonte in ihrer Rede die schwierige Geschichte Taiwans der letzten 400 Jahre auf dem Weg zur Demokratie. Sie rief dazu auf, den Stolz auf die eigene Identität zu bewahren und gemeinsam mit internationalen Partnern für Freiheit und Demokratie einzustehen. Die Veranstaltung sendete ein starkes Signal der Solidarität zwischen Taiwan und demokratischen Ländern weltweit.
Neben dem Mitbegründer von IPAC, Luke de Pulford, gehörten hochrangige Politiker wie der britische Abgeordnete Iain Duncan Smith, die ehemalige polnische Ex-Außenministerin Anna Fotyga, der schwedische Abgeordnete Magnus Berntsson und der Abgeordnete des japanischen Repräsentantenhauses Toshitaka Ooka zu den Teilnehmern. In ihren Reden hoben sie die Bedeutung Taiwans als demokratische Bastion in Asien hervor. Smith betonte, dass die Bedrohung durch China nicht nur Taiwan, sondern auch die Freiheit und Selbstbestimmung aller demokratischen Länder gefährde. Taiwan sei nicht nur eine Insel, sondern ein Symbol für Innovation, Widerstandsfähigkeit und Mut.
Die Redner kritisierten zudem Chinas falsche Interpretation der UN-Resolution 2758, die Taiwan nicht als Teil der Volksrepublik China definiere. Sie forderten, dass Taiwan weiterhin in internationalen Organisationen vertreten sein müsse, um seine Demokratie und die Würde seiner Bevölkerung zu schützen. Die Veranstaltung unterstrich Taiwans Rolle an der Frontlinie des globalen Kampfes zwischen Demokratie und Autoritarismus.
Die Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) ist eine internationale, parteiübergreifende Allianz von Parlamentariern aus über 27 Ländern und dem Europäischen Parlament, die sich mit den Beziehungen zur Volksrepublik China (VR China) und der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) befasst. Ziel der Allianz ist es, eine koordinierte Antwort auf Chinas Einfluss in den Bereichen globaler Handel, Sicherheit und Menschenrechte zu entwickeln und demokratische Werte zu schützen.