Trotz internationaler Spannungen sieht Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) die Demokratie in Taiwan gestärkt. Bei dem jährlichen „Nationalen Gebetsfrühstück“ erklärte sie am Freitag, die politischen Herausforderungen des vergangenen Jahres hätten zwar Belastungen gebracht, zugleich aber auch die Lebenskraft des Landes sichtbar gemacht.
Hsiao rief dazu auf, gesellschaftliche Unterschiede nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu begreifen. „Wir umarmen unsere Unterschiede, wir verbinden uns miteinander und zeigen damit das wertvollste Gut der Demokratie“, sagte sie. Einheit im Glauben könne ein Fundament für mehr Sicherheit, Wohlstand und Gerechtigkeit sein.
In ihrem Gebet bat die Vizepräsidentin um Frieden, Mut und Zuversicht für die Bevölkerung. Das Nationale Gebetsfrühstück ist ein interreligiöses Treffen nach US-amerikanischem Vorbild, das seit Jahren auch in Taiwan veranstaltet wird. Es soll Vertreter aus Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um für Einheit und das Gemeinwohl zu beten. Zum Abschluss führte Hsiao die Anwesenden in ein gemeinsames Gebet, in dem um Frieden und Schutz für Taiwan gebeten wurde.