Skip to the main content block
::: Hauptseite| Sitemap| Podcasts|
|
Language
Im Fokus
繁體中文 简体中文 English Français Deutsch Indonesian 日本語 한국어 Русский Español ภาษาไทย Tiếng Việt Tagalog Українська Sitemap

China errichtet Bohrplattformen in Taiwans Wirtschaftszone (EEZ)

03/09/2025 21:02
Redaktion: RTI Deutsch
NASA-Bild des Atolls (Bild: Wikipedia)
NASA-Bild des Atolls (Bild: Wikipedia)

Die US-Denkfabrik Jamestown Foundation hat am 2. September berichtet, dass China in der von Taiwan beanspruchten exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) im Südchinesischen Meer Bohrplattformen errichtet hat. Diese befinden sich nur etwa 48 Kilometer von den Dongsha-Inseln (auch Pratas-Inseln) entfernt, die von Taiwan kontrolliert werden. Die Plattformen, die von der staatlichen China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) betrieben werden, umfassen sieben Bohrplattformen und weitere Strukturen. Experten warnen, dass diese Aktivitäten Teil von Chinas "Grauzonen-Taktiken" sind, um schrittweise Kontrolle über die Region zu erlangen, ohne offene Konflikte auszulösen.

Taiwans Präsidialamt reagierte heute auf die Berichte und erklärte, dass die Verteidigungs- und Sicherheitsbehörden die Situation genau beobachten und mögliche Risiken analysieren. Sprecherin Karen Kuo (郭雅慧) forderte China auf, die illegalen Aktivitäten in der Region sofort einzustellen und die internationale Rechtsordnung zu respektieren. Sie betonte, dass Chinas Vorgehen nicht nur gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoße, sondern auch die Stabilität in der Region gefährde. Taiwan werde mit anderen betroffenen Ländern zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Antwort auf Chinas Expansion zu finden.

Die Jamestown Foundation hob hervor, dass ähnliche Vorstöße Chinas in der Vergangenheit durch anhaltende Proteste Vietnams gestoppt werden konnten. Experten warnen, dass Schweigen oder Untätigkeit Chinas Vorgehen weiter begünstigen könnten. Die Dongsha-Inseln, etwa 444 Kilometer von Taiwans südlichen Stadt Kaohsiung entfernt, sind strategisch wichtig und werden von taiwanischen Truppen kontrolliert. Die Plattformen könnten laut Experten nicht nur für kommerzielle Zwecke, sondern auch für militärische Aktivitäten genutzt werden, was die Sicherheitslage in der Region weiter verschärfen könnte.

Die exklusive Wirtschaftszone (EEZ) ist ein Meeresgebiet, das sich bis zu 200 Seemeilen (370 Kilometer) von der Küstenlinie eines Staates erstreckt. Innerhalb dieser Zone hat der Küstenstaat das exklusive Recht, natürliche Ressourcen wie Fischbestände oder Energiequellen zu nutzen und zu verwalten. Wenn sich die EEZs zweier Staaten überschneiden, müssen die betroffenen Länder die genauen Grenzen durch Verhandlungen festlegen. Die EEZ geht über die territorialen Gewässer hinaus, die nur bis zu 12 Seemeilen (22 Kilometer) reichen, und umfasst auch die sogenannte Anschlusszone.

Hier geht es zum Artikel: https://jamestown.org/program/rigging-the-game-prc-oil-structures-encroach-on-taiwans-pratas-island/

We use cookies to provide you with a better browsing experience.

By continuing to browse this site, you agree to our Cookie Policy. Learn more about our Privacy Policy

I understand
00:00
00:00
0.5x 1x 1.5x 2x