Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat heute am Tag der Streitkräfte (軍人節) in einer Zeremonie am Märtyrerschrein in Taipei der gefallenen Soldaten gedacht. Gemeinsam mit Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) und weiteren hochrangigen Regierungsvertretern ehrte er die Opfer, die ihr Leben für die Verteidigung Taiwans und die Freiheit geopfert haben. In einer Botschaft betonte Lai, dass Taiwan Frieden anstrebe und seine militärische Stärke ausschließlich zur Verteidigung und nicht zur Aggression nutze. Er rief die Bevölkerung dazu auf, gemeinsam das Ziel eines "Friedens durch Stärke" zu verfolgen.
Präsident Lai erinnerte auch an den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Er hob hervor, dass Taiwan als Teil der Alliierten den Sieg über die Achsenmächte miterlebt habe und die Lehren aus dem Krieg – "Einheit führt zum Sieg, Aggression zum Scheitern" – bis heute gültig seien. Er lobte, dass ehemalige Aggressoren wie Deutschland und Japan heute demokratische Staaten seien, die sich für Frieden, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit einsetzen. Taiwan wolle gemeinsam mit anderen Ländern, die einst unter Krieg litten, die Werte von Freiheit und Demokratie schützen.
Lai warnte zudem vor autoritären Regimen, die durch Nationalismus, Zensur und Machtstreben die Welt destabilisieren könnten. Er betonte, dass Taiwan weiterhin an seiner Verteidigungsbereitschaft arbeite und die Unterstützung der Bevölkerung für die Streitkräfte wachse. Seit diesem Jahr bieten über 20.000 Geschäfte in Taiwan am heutigen Tag Vergünstigungen für Soldaten an, was die Wertschätzung der Gesellschaft für die Armee unterstreiche.