Vizepräsidentin Bi-khim Hsiao hat am heutigen Donnerstag (25.) an der Internationalen Pflegemesse in Taipei teilgenommen. Dabei betonte sie vor dem Hintergrund der verheerenden Flut in Guangfu an der taiwanischen Ostküste vor zwei Tagen, dass Altenpflege auch in die Katastrophenprävention integriert werden müsse.
In Folge des Überlaufen eines Stausees am Dienstag starben 14 Menschen, die meisten davon ältere Menschen. Am gestrigen Mittwoch war Vizepräsidentin Hsiao in die betroffene Region gereist, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das habe ihr die Notwendigkeit des Schutzes von alten Menschen bei Katastrophen vor Augen geführt, sagte sie heute in ihrer Rede auf der Pflegemesse. Neben den Bemühungen des Gesundheitsministeriums würde auch das Innenministerium Katastrophenpräventionskurse anbieten, an denen bisher bereits über 10.000 Menschen teilgenommen haben. In Zukunft sollen sie noch weiter ausgebaut werden.
Vizepräsidentin Hsiao betonte, die Altenpflege sei ein Ausdruck von Liebe, aber auch eine Verantwortung. Taiwan sei mit einer alternden Bevölkerung und einer sinkenden Geburtenrate konfrontiert. Pflegende Menschen seien schon lange einem hohen Druck ausgesetzt. Es brauche Unterstützung durch Technologie sowie öffentliche und private Ressourcen, wobei die Regierung die stärkste Stütze sei. Es würden kontinuierlich Anstrengungen unternommen, um das Budget, die Verfügbarkeit von Personal und die Vergütung zu verbessern.
Die 6. Taipei Internationale Pflegemesse findet vom 25. September bis 27. September im Nangang Exhibition Center statt. Sie versammelt Fachleute aus dem In- und Ausland, um die neuesten Trends in den Bereichen Pflegedienstleistungen und -technologie vorzustellen.