Während der 80. Generaldebatte der Vereinten Nationen haben mehrere Staatsoberhäupter die Einbindung Taiwans in das UN-System gefordert. Der Präsident von Palau, Surangel Whipps Jr., erklärte gestern (25. September), dass China die UN-Resolution 2758 falsch interpretiere, was dazu führe, dass Taiwan von der internationalen Gemeinschaft ausgeschlossen werde. Er betonte, dass die Aufnahme Taiwans die Vereinten Nationen stärken würde, da alle Stimmen und Perspektiven in globalen Diskussionen berücksichtigt werden sollten. Whipps, der seit Jahren für Taiwan eintritt, kritisierte, dass die 23 Millionen Menschen Taiwans weiterhin keine Stimme in der UN hätten.
Auch der tschechische Präsident Petr Pavel äußerte sich am Mittwoch (24. September) besorgt über die zunehmenden Spannungen in der Taiwanstraße. Er warnte, dass jede Störung des Status quo in der Region nicht nur die Sicherheit in Ostasien, sondern auch die globale Stabilität und Wirtschaft gefährden würde. Pavel betonte, dass geografische Distanz keine Sicherheit garantiere und dass die Sicherheit in einer Region immer mit der Sicherheit weltweit verbunden sei.
Der Präsident von Paraguay, Santiago Peña, und die Präsidentin der Marshallinseln, Hilda Heine, schlossen sich den Forderungen an. Peña erklärte, dass es an der Zeit sei, die jahrzehntelange Ungerechtigkeit zu beenden und Taiwan einen Platz in den Vereinten Nationen zu geben. Heine kritisierte die falsche Darstellung der UN-Resolution 2758 als "Ein-China-Konsens" und forderte ein Ende der diskriminierenden Praktiken gegenüber Taiwan.