Im Zuge laufender Handelsgespräche forderten die USA, dass Taiwan die Hälfte seiner Halbleiterproduktion auf amerikanisches Territorium verlagert. Vizepremierministerin Cheng Li-chun (鄭麗君) lehnte dies ab und erklärte, Taiwan wolle seine Produktion selbst bestimmen.
Vor diesem Hintergrund und weiterhin mit dem Ziel, die amerikanischen Zölle von 20 % zu reduzieren, hat Taiwan den USA das sogenannte „Taiwan-Modell“ für erweiterte Investitionen vorgestellt. Dieses kombiniert unternehmerische Eigeninitiative mit staatlichen Finanzgarantien und sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regierungen vor. Laut Cheng hat das Konzept in Washington bereits positive Resonanz ausgelöst.
Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫) erläuterte im Parlament, dass Taiwan seine Erfahrungen mit den erfolgreichen Wissenschaftsparks international teilen möchte. Diese Parks gelten als Vorbild für Industriecluster, die durch enge Kooperation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen Innovationen fördern.
Die Kooperationen sollen flexibel gestaltet werden. Je nach Land können unterschiedliche Ressourcen wie Verwaltung, Infrastruktur, Grundstücke oder Energie bereitgestellt werden.