Beim heutigen "2025 Taipei Security Dialogue", der vom Nationalen Forschungsinstitut für Verteidigung und Sicherheit organisiert wurde, hielt Australiens ehemaliger Premierminister Scott Morrison eine Rede über die Bedeutung der Stabilität in der Taiwanstraße. Morrison betonte, dass eine Blockade Taiwans durch China ein Kriegsakt wäre und unkalkulierbare globale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Folgen hätte, die das Potenzial für eine Eskalation zu einem umfassenden Konflikt birgt. Er hob hervor, dass die Wahrung des Status quo in der Taiwanstraße nicht nur für die Stabilität im Indopazifik entscheidend sei, sondern auch für die Freiheit und den Wohlstand weltweit.
Das Forum, das unter dem Thema "Integrierte Abschreckung: Frieden im Indopazifik durch Stärke sichern" stand, brachte Experten und Politiker aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan und Australien zusammen. Morrison warnte, dass eine militärische Eskalation in der Region irreversible Schäden verursachen würde, und forderte demokratische Länder wie Taiwan, die USA, Australien und Japan auf, ihre Zusammenarbeit in Bereichen wie Verteidigung, Energie und Cybersicherheit zu verstärken. Er lobte zudem Taiwans Strategie der asymmetrischen Verteidigung und die Bemühungen, die gesellschaftliche Resilienz zu stärken.
Der Vorsitzende des Instituts, Huoh Shou-yeh (霍守業), betonte, dass Taiwan angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch China im Zentrum der geopolitischen Spannungen stehe. Er warnte, dass ein Konflikt in der Taiwanstraße zu einer globalen Krise führen würde, da Taiwan nicht nur ein Schlüsselpunkt in der ersten Inselkette, sondern auch ein Zentrum der Halbleiterindustrie sei. Huoh rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, gemeinsam für Frieden und Stabilität in der Region einzutreten.