Heute hat das Online-Forum „Finanzielle Resilienz und Sicherheitsherausforderungen“ offiziell begonnen, das gemeinsam von der Taiwan Economics Association, Radio Taiwan International (RTI) und dem Public Economic Research Center der Nationaluniversität Taiwan (NTU) veranstaltet wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Taiwan auf sicherheits- und verteidigungsbezogene Herausforderungen reagieren und gleichzeitig die Stabilität der Staatsfinanzen sichern kann.
RTI-Intendantin Cheryl Lai (賴秀如) betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass Resilienz – also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen – derzeit im Fokus vieler gesellschaftlicher Bereiche stehe. Obwohl der Sender kürzlich aufgrund von Cyberangriffen in die Schlagzeilen geraten sei, bleibe die Stärkung der Krisenfestigkeit ein zentrales Anliegen. Lai kündigte an, dass die Ergebnisse der heutigen Diskussionen zu Verteidigung und finanzieller Resilienz ausgewertet und international kommuniziert werden sollen.
Das Forum beleuchtet internationale Erfahrungen, etwa die Aufforderung der USA an NATO-Verbündete und Taiwan, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, sowie die Krisenbewältigung der Ukraine im Russland-Ukraine-Krieg. Ziel ist es, daraus Lehren für Taiwans nationale Verteidigungs- und Finanzpolitik zu ziehen.
Lin Chang-chin (林長琴), Präsident der Taiwan Economics Association, wies darauf hin, dass finanzpolitische Resilienz häufig übersehen werde, obwohl sie von großer Bedeutung sei. Das Forum solle aus historischen und internationalen Erfahrungen untersuchen, wie Staaten unter geopolitischen Spannungen finanzpolitische Instrumente einsetzen, um politische und wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Lin betonte, dass das Thema nicht nur strategische Sicherheit betreffe, sondern auch für die langfristige Stabilität und Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen entscheidend sei.