Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat heute den Marinestützpunkt in Qijin (旗津), Kaohsiung, besucht, um die Marine-Einsatzgruppe 62.1 nach Abschluss der fünftägigen Übung „Haiqiang“ (海強操演) zu würdigen. Er betonte die Bedeutung neuer Ausbildungs- und Technologiekonzepte sowie die Integration moderner Truppenkräfte, um die Schlagkraft der Marine zu steigern.
Die Übung „Haiqiang“ gilt als wichtigste jährliche Marineübung Taiwans zur Überprüfung der Flottenkoordination, der Luft- und Seeüberwachung sowie der Kampfbereitschaft. Lai wurde dabei unter anderem von Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats Joseph Wu (吳釗燮), Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄) und Marinekommandant Tang Hua (唐華) begleitet.
In seiner Rede würdigte Lai die tägliche Arbeit der Marine zum Schutz der Hoheitsgewässer und der Sicherheit der Bevölkerung. Die Übung habe neben der Überwachung und Blockadeabwehr auch Aufgaben wie Reparaturmaßnahmen und Materialversorgung getestet. Die gezeigte Leistung verdeutliche die gute Ausbildung und Einsatzfähigkeit der Truppen.
Lai hob zugleich die Herausforderungen durch China und zunehmende sogenannte Grauzonen-Provokationen hervor. Die Marine soll ihre asymmetrischen Fähigkeiten, also flexibel einsetzbare Kräfte und Technologien zur Kompensation zahlenmäßiger Unterlegenheit, weiter stärken. Dazu gehören präzise Waffensysteme, unbemannte Fahrzeuge und KI-gestützte Entscheidungsunterstützung.