Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄) hat heute dem Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und Landesverteidigung des Parlaments erneut Bericht über den Stand des U-Boot-Bauprogramms erstattet.
Koo hatte bereits dem Ausschuss bereits vor einer Woche über den Stand des Baus des Prototyps des U-Boots "Hai Kun" (海鯤 oder "Narwal") berichtet. Koo erklärte damals, er sei zuversichtlich, dass das U-Boot fertiggestellt werden könne. Für die Test- und Anpassungsphase werde jedoch noch Zeit benötigt.
Koo erklärte heute vor der Ausschusssitzung gegenüber Medien, dass bei der Eigenentwicklung taiwanischer U-Boote Sicherheit und Qualität oberste Priorität hätten und die erforderlichen Seetests fortgesetzt würden. Eine planmäßige Übergabe im November stelle zwar eine erhebliche Herausforderung dar, doch würden die Marine und die Taiwan Shipbuilding Corporatoin (CSBC) weiterhin intensiv auf dieses Ziel hinarbeiten.
Auf die Frage, ob aufgrund der Verzögerung eine Vertragsstrafe gegen CSBC verhängt werde, sagte Kuo, laut Vertrag betrage die tägliche Strafe etwa 190 000 Taiwan-Dollar (ca. 5.300 Euro). Insgesamt könne sich die Vertragsstrafe auf bis zu vier Milliarden Taiwan-Dollar summieren, etwa rund 20 Prozent der Baukosten.