Vom 8. bis 15. November findet in Berlin die “Berlin Freedom Week” statt. Dabei handelt es sich laut Website um eine “neue stadtweite Initiative für Freiheit und Demokratie”, die “eine Bühne für Austausch, neue Perspektiven und Ideen” bieten soll.
Unter den erwarteten Gästen ist auch die ehemalige taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文). Diese wird am Samstag auf Einladung der Veranstalter nach Deutschland reisen, so ein Sprecher ihres Büros am gestrigen Mittwoch. Am 10. November werde sie eine Rede auf der eintägigen “Berlin Freedom Conference” halten. Tsai hoffe, die Reise werde helfen, die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Taiwan und Deutschland sowie anderen demokratischen Partnern in Europa zu vertiefen.
Auch die ehemalige taiwanische Digitalministerin und aktuelle Cyber-Botschafterin Audrey Tang wird im Rahmen der Berlin Freedom Conference eine Rede zur Rolle von Künstlicher Intelligenz halten und an einer Diskussionsrunde teilnehmen.
Die Berlin Freedom Week sowie die dazugehörige Berlin Freedom Conference werden von der Axel Springer Freedom Foundation, dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Robert Havemann Gesellschaft Archiv der DDR-Opposition, visitBerlin und dem World Liberty Congress veranstaltet.
Neben den beiden prominenten taiwanischen Rednerinnen gibt es im Rahmen der Berlin Freedom Week auch mehrere Veranstaltungen mit Taiwan-Bezug.
Am 11. November veranstalten die Deutsch-Taiwanische Dialogplattform (DTDP) und die Taipeh-Vertretung eine Diskussion zu Erfahrungen mit Vergangenheitsaufarbeitung in Deutschland und Taiwan. Am Tag darauf zeigt die Deutsch-Taiwanische Gesellschaft e.V. die erste Folgle der Fernsehserie “Zero Day Attack” über einen fiktiven Angriff Chinas auf Taiwan, mit anschließender Podiumsdiskussion. Am 13. November wird zudem ein taiwanischer Nachtmarkt in der Kreuzberger Markthalle Neun veranstaltet.