Der US-amerikanische New York Times-Kolumnist Thomas Friedman hat in einer über Video übertragenen Rede beim „Global Views Leaders Forum“ am 5. November erklärt, dass unter der Präsidentschaft von Donald Trump die Zeit vorbei sei, in der Taiwan auf US-Unterstützung zählen konnte. Er riet Taiwan, sich wie ein „Igel“ zu verhalten, also klare Grenzen zu ziehen, um China von möglichen Aggressionen abzuschrecken, zugleich aber Kooperation, Frieden und Zurückhaltung zu wahren. Außerdem solle Taiwan seine wirtschaftliche und technologische Stärke ausbauen.
Das Amerikanische Institut in Taipei erklärte auf Anfrage von CNA, dass sich die Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber Taiwan nicht geändert habe. Präsident Trump, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth verträten alle die Position, dass Washington sich weiterhin für Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße einsetze und einseitige Änderungen des Status quo ablehne.
Taiwans Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄) sagte, er stimme Friedmans Ratschlägen zu, sich auf die wirtschaftliche und technologische Entwicklung zu konzentrieren, um eine unverzichtbare Rolle in der globalen Wirtschaft einzunehmen.