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Taiwan Bridges Program: Nobelpreisträger zu Gast in Taiwan

10/11/2025 18:41
Redaktion: RTI Deutsch
ai Ching‑te wies in seiner Rede darauf hin, dass das Programm nicht nur für die akademische Gemeinschaft, sondern für die gesamte Gesellschaft eine bedeutende Wissensquelle sein solle. (Foto: Präsidialamt)
ai Ching‑te wies in seiner Rede darauf hin, dass das Programm nicht nur für die akademische Gemeinschaft, sondern für die gesamte Gesellschaft eine bedeutende Wissensquelle sein solle. (Foto: Präsidialamt)

Präsident Lai Ching‑te (賴清德) hat heute das „Taiwan Bridges Program“ eröffnet, ein von der Academia Sinica veranstaltetes Wissenschafts- und Austauschprogramm, das Nobelpreisträger nach Taiwan einlädt. Den Auftakt machte heute Andre Geim, der zusammen mit Konstantin Novoselov 2010 für seine Forschung zu Graphen mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde.

Das „Taiwan Bridges Program“ sieht vor, in den nächsten sieben Monaten 30 weitere Nobelpreisträger nach Taiwan einzuladen. Sie sollen in öffentlichen Vorträgen und kleineren Diskussionsrunden ihr Wissen teilen, um den Austausch unter Wissenschaftlern weltweit sowie den gesellschaftlichen Dialog zu fördern. 

Lai Ching‑te wies in seiner Rede darauf hin, dass das Programm nicht nur für die akademische Gemeinschaft, sondern für die gesamte Gesellschaft eine bedeutende Wissensquelle sein solle. Herausforderungen in Sachen Geopolitik, Klimawandel und Lieferketten ließen sich nur durch kontinuierlichen Dialog in Wissenschaft, Bildung und Diplomatie lösen.

Weiter betonte Präsident Lai die laufenden Bemühungen seiner Regierung, Taiwans Hochschulen und Forschung international besser zu vernetzen. Man befinde sich in der zweiten Phase des SPROUT-Plans (Sustained Progress and Rise of Universities in Taiwan), die darauf abziele, die Qualität der Hochschulen zu steigern und ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Gegenwärtig würden vier führende Universitäten, darunter die National Taiwan University, bei der Vertiefung internationaler Kooperationen und der Profilbildung unterstützt. Auch seien zwölf taiwanische Hochschulen vernetzt, um Austauschprogramme mit Top‑Universitäten in den USA, Europa und Japan zu fördern.

Zuletzt verwies Lai auf ein Forschungsprogramm für Schwerpunktbereiche, in dessen Rahmen seit August daran gearbeitet werde, an fünf Universitäten sechs Forschungszentren in zukunftsweisenden Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Bioinformatik, Quanten- und Meeresforschung einzurichten. 

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