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Nobelpreisträgerin warnt vor globalen Folgen eines russischen Siegs in der Ukraine

20/11/2025 20:03
Redaktion: RTI Deutsch
Die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk warnte am gestrigen Mittwoch in Taiwan vor den Auswirkungen eines russischen Sieges auf Demokratien.  (Foto: CNA)
Die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk warnte am gestrigen Mittwoch in Taiwan vor den Auswirkungen eines russischen Sieges auf Demokratien.  (Foto: CNA)

Die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk hat am gestrigen Mittwoch in Taiwan vor den Auswirkungen eines russischen Sieges auf Demokratien gewarnt.

Matviichuk ist Menschenrechtsanwältin und Vorsitzende der ukrainischen NGO Center for Civil Liberties. Dieses hatte 2022 den Friedensnobelpreis für seine Arbeit in der Dokumentation russischer Kriegsverbrechen gewonnen. 

“Dieser russische Krieg der Unterdrückung gegen die Ukraine ist nicht nur ein Krieg zwischen zwei Staaten, es ist ein Krieg zwischen zwei Systemen – Autoritarismus und Demokratie”, so Matviichuk am Mittwochabend in Taipei. Die Veranstaltung wurde organisiert von der deutschen Friedrich-Naumann-Stiftung. 

Matviichuk sagte weiter, Putin zeige der Welt durch den Krieg gegen die Ukraine, dass ein Land mit militärischer und nuklearer Macht tun könne, was es wolle. Wenn Putin damit erfolgreich sei, würde es andere autoritäre Machthaber in anderen Teilen der Welt dazu ermutigen, es ihm gleich zu tun. 

Matviichuk warf außerdem China vor, Russland bei der Umgehung von Sanktionen zu helfen und Russland militärisch auszustatten. Nordkorea habe ebenfalls Munition und Soldaten geschickt, um Russlands Krieg in der Ukraine zu unterstützen. 

Moritz Kleine-Brockhoff, Leiter des Regionalbüros Südost- und Ostasien der Friedrich-Naumann-Stiftung, sagte, die Ukraine “müsse diesen Krieg für uns alle gewinnen”.

Am Mittwochvormittag hatte die taiwanische Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) Matviichuk im Präsidialamt empfangen und das langjährige Engagement des Center for Civil Liberties für Menschenrechte in der Ukraine gelobt.

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