Um ein resilientes Krisenreaktionssystem aufzubauen wird Taiwan im nächsten Jahr seine lokalen Resilienzübungen erweitern und erstmals ortsübergreifende Übungen durchführen. Das geht aus einer Pressemitteilung des taiwanischen Kabinetts vom 19. November hervor.
Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) habe dies in einem Treffen des Mobilisierungs-Komitees mit den täglich größer werdenden Herausforderungen und Bedrohung begründet, mit denen sich Taiwan konfrontiert sehe. Dazu zählen neben Grauzonen-Aktivitäten, Cyberangriffe, Desinformation und kognitiver Kriegsführung durch die Kommunistische Partei Chinas auch die zunehmende Anzahl von klimabedingten Naturkatastrophen. Die Regierung müsse dieses Thema ernst nehmen und ihre Wachsamkeit erhöhen, so der Premierminister.
Die Regierung werde weiter “gesamtgesellschaftliche Verteidigung und Resilienz” (全社會防衛韌性) vorantreiben und die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Zivilgesellschaft durch lokale Resilienzübungen stärken. Dazu werde sie zentrale und lokale Katastrophenschutzmechanismen aufbauen.
Um katastrophenbedingte Kommunikationsstörungen zu beheben, sollen zudem die von der Nationalen Kommunikations-Kommission NCC vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umgesetzt werden. Dazu zählt die Entwicklung eines Katastrophen-Roaming-Mechanismus und die Einrichtung von Basisstationen in Einrichtungen des staatlichen Energieversorgers Taipower.