Nachdem China am gestrigen Mittwoch ein Importverbot für japanische Meeresfrüchte verkündet hat, zeigte sich der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) heute auf Social Media mit einem Teller Sushi und der Caption “Zum Mittagessen gibt es heute Sushi und Miso-Suppe”.
Hintergrund des Ganzen ist der aktuelle Streit zwischen China und Japan. Dabei geht es vor allem um Taiwan: Am 7. November hatte die neue japanische Premierministerin Sanae Takaichi im Parlament gesagt, dass der Einsatz von Militärgewalt in einem möglichen Taiwankonflikt für Japan eine „existenzbedrohende Krise“ bedeuten könnte. Dies würde die Ausübung des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung erlauben.
China fordert die Rücknahme der Äußerungen und bestellte den japanischen Botschafter ein. Am Freitag warnte China seine Bürger zudem vor Reisen nach Japan, mehrere chinesische Fluggesellschaften boten daraufhin kostenlose Stornierungen an.
Taiwan hält indessen zu Japan. Am heutigen Donnerstagnachmittag veröffentlichte Präsident Lai Ching-te ein Video, in dem er anmerkte, es sei gerade eine gute Zeit, um japanisch zu essen. Dann zeigt er seinen Teller: Gelbschwanzmakrele aus Kagoshima und Jakobsmuscheln aus Hokkaido, dazu Tamago-Sushi mit taiwanischen Eiern würden die taiwanisch-japanische Freundschaft symbolisieren.
Der taiwanische Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) rief heute Taiwaner dazu auf, japanische Produkte zu kaufen und nach Japan zu reisen, um die “freundschaftlichen Beziehungen zwischen Taiwan und Japan zu verdeutlichen”.