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Taiwan setzt auf “medizinische Diplomatie”

21/11/2025 18:12
Redaktion: RTI Deutsch
Der Außenminister unterstrich, dass medizinische Diplomatie für Taiwan nicht nur der internationalen Zusammenarbeit diene, sondern auch ein Ausdruck der Achtung grundlegender Menschenrechte und der menschlichen Würde sei. Taiwan wolle seine Hilfe und Fürsorge weltweit sichtbar machen. (Foto: RTI)
Der Außenminister unterstrich, dass medizinische Diplomatie für Taiwan nicht nur der internationalen Zusammenarbeit diene, sondern auch ein Ausdruck der Achtung grundlegender Menschenrechte und der menschlichen Würde sei. Taiwan wolle seine Hilfe und Fürsorge weltweit sichtbar machen. (Foto: RTI)

Taiwan setzt mit seinen Partnerländern auf “medizinische Diplomatie”. Das betonte Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) heute in Anschluss an das „2025 Taiwan Global Health and Welfare Forum“, das am 17. und 18. November stattfand und Gäste wie Bertrand Sinal, Minister für Gesundheit und Bevölkerung von Haiti, sowie Joaquin Barnoya, Gesundheitsminister von Guatemala begrüßte.

Medizin wird nun als einer von acht strategischen Projektbereichen betrachtet, mit dem Taiwan die Zusammenarbeit mit seinen Partnerländern ausbaut. Geplant sind unter anderem der Ausbau von Krankenhäusern, die Bereitstellung medizinischer Ausrüstung, die Einführung digitaler Gesundheitssysteme, die Ausbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen sowie die Schaffung nachhaltiger Finanzierungssysteme für die medizinische Versorgung.

Auf Facebook sagte Lin heute, dass Präsident Lai Ching-te (賴清德), selbst Arzt, großen Wert auf den Ausbau der medizinischen Infrastruktur in den Partnerländern Taiwans lege. Ziel sei es, den Menschen in Haiti und Guatemala eine gesündere Zukunft zu ermöglichen.

Der Außenminister unterstrich, dass medizinische Diplomatie für Taiwan nicht nur der internationalen Zusammenarbeit diene, sondern auch ein Ausdruck der Achtung grundlegender Menschenrechte und der menschlichen Würde sei. Taiwan wolle seine Hilfe und Fürsorge weltweit sichtbar machen.

Bei einem Besuch in Guatemala im vergangenen Jahr hatte Lin gemeinsam mit Barnoya das Neugeborenenzentrum des Krankenhauses San Juan de Dios besichtigt. Barnoya berichtete nun, dass das Zentrum inzwischen bis zu 90 Neugeborene gleichzeitig versorgen könne und damit zu einer der modernsten Einrichtungen des Landes geworden sei.

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