Angesichts der anhaltenden Bemühungen Chinas, Taiwan von internationalen Organisationen auszuschließen, haben US-Kongressabgeordnete einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Taiwans Aufnahme in die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation (INTERPOL) unterstützen soll, so berichtet heute die taiwanische Nachrichtenagentur CNA. Der republikanische Abgeordnete Lance Gooden stellte den "Taiwan Interpol Endorsement and Inclusion Act" am 21. November vor, der gemeinsam mit Abgeordneten beider Parteien, darunter Brad Sherman und Ted Lieu, initiiert wurde. Ziel des Gesetzes ist es, den US-Außenminister zu verpflichten, eine Strategie zu entwickeln, um Taiwans Teilnahme an Interpol als Mitglied oder Beobachter zu fördern.
Gooden erklärte, dass Taiwan eine Schlüsselrolle bei der globalen Verbrechensbekämpfung spiele und seine Aufnahme in INTERPOL die internationale Sicherheit stärken würde. Der Gesetzesentwurf hebt hervor, dass Taiwans Ausschluss von INTERPOL die globale Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung beeinträchtigt, da Taiwan keinen vollständigen Zugang zu wichtigen Daten hat.
INTERPOL hat seinen Hauptsitz in Frankreich und wurde 1923 gegründet und ist die weltweit größte Plattform für die Zusammenarbeit von Polizeibehörden. Taiwan war bis 1984 Mitglied, wurde jedoch auf Druck Chinas ausgeschlossen. Seitdem hat Taiwan mehrfach versucht, zumindest als Beobachter an INTERPOL-Treffen teilzunehmen, wurde jedoch stets abgelehnt.