Die Behörde für Haushalt, Rechnungswesen und Statistik hat Taiwans Wachstumsprognose für dieses auf 7,37 Prozent angehoben.
Die Behörde begründete die Korrektur damit, dass die weltweit stark zunehmende Nachfrage nach KI sowohl Exporte als auch Investitionen antreibe.
Die am Freitag veröffentlichte Prognose liegt um 2,92 Prozentpunkte über der Schätzung vom August (4,45 Prozent). Die Behörde nahm für das Gesamtjahr Aufwärtskorrekturen bei Exporten, Importen, Privatkonsum und privaten Investitionen vor.
Sollte sich die Prognose bestätigen, wäre es das höchste Wirtschaftswachstum Taiwans seit 15 Jahren, nach den 10,25 Prozent im Jahr 2010.
Für das kommende Jahr 2026 rechnet die Statistikbehörde trotz des hohen Ausgangsniveaus mit einem weiterhin soliden Wachstum von 3,54 Prozent.
Die Vorsitzende der Behörde für Haushalt, Rechnungswesen und Statistik, Chen Shu-tzu (陳淑姿), sagte gegenüber Reportern, die derzeitige Wirtschaft entwickle sich "stetig nach oben".
Laut dem Leiter der Statistikabteilung der Behörde, Tsai Yu-tai (蔡鈺泰), sei die starke Aufwärtskorrektur hauptsächlich auf die weltweite Nachfrage nach KI-bezogenen Gütern zurückzuführen. Tsai zufolge ist die Wachstumsprognose von 3,54 Prozent für 2026 eine "konservative" Schätzung, da mögliche US-Zölle oder andere Handelsbeschränkungen für Halbleiter berücksichtigt werden müssten.
Die Behörde rechnet zudem damit, dass die Barauszahlung von 10.000 Taiwan-Dollar (275 Euro), die Anfang November begann, den Binnenkonsum ankurbeln wird.