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Sabotage bei RTI: Haftstrafen für ehemalige Mitarbeiter gefordert

03/12/2025 19:18
Redaktion: RTI Deutsch
Radio Taiwan International (Archivbild)
Radio Taiwan International (Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft in Taipei hat Anklage gegen zwei ehemalige Mitarbeiter von Radio Taiwan International (RTI) erhoben, die gemeinsam mit einem externen Dienstleister die Webseite des Senders sabotiert haben sollen. Laut Anklage nutzten die beiden Mitarbeiter ihre Zugriffsrechte, um die Inhalte der Webseite zu manipulieren. Dabei wurden unter anderem Bilder wie die chinesische Flagge eingefügt, was Spannungen zwischen Taiwan und China schüren sollte. Die Staatsanwaltschaft fordert für den ehemaligen Abteilungsleiter Yue (岳) eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Sein ehemaliger Kollege Wu (吳) soll zu drei Jahren Haft verurteilt werden. Auch ein externer Mitarbeiter, der an der Sabotage beteiligt war, wurde angeklagt. 

Radio Taiwan International erklärte, dass Yue trotz seiner gewünschten Frühpensionierung weiterhin zur Verantwortung gezogen werde. Der Sender hat ihn nach einer internen Untersuchung mit zwei weiteren Verweisen bestraft, was die Voraussetzungen für eine Entlassung erfüllt. Bereits im Oktober war Yue wegen mangelnder Aufsicht und Pflichtverletzung mit einem Verweis belegt worden. Wu wurde bereits entlassen. RTI kündigte zudem an, eine Zivilklage einzureichen, um Schadensersatz für den entstandenen finanziellen und reputativen Schaden zu fordern. Der Sender betonte, dass die Manipulation der Webseite, die als kritische Infrastruktur gilt, nicht nur die Sicherheit des Senders, sondern auch die öffentliche Ordnung gefährdet habe.

Die Staatsanwaltschaft hob hervor, dass die Handlungen der Angeklagten nicht nur die Funktionsfähigkeit der Webseite beeinträchtigt, sondern auch die Beziehungen zwischen Taiwan und China belastet hätten. RTI betonte, dass der Sender als öffentliches Medium und nationale Institution eine besondere Verantwortung trage und entschlossen sei, die Rechte und die Integrität des Senders zu verteidigen.

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