Heute Abend hat sich vor der Ostküste Taiwans ein Erdbeben der Stärke 5,7 ereignet.
Das Beben um 19:24 Uhr in einer Tiefe von 24,5 Kilometern vor der Küste von Hualien erreichte nach Angaben der Zentralen Wetterbehörde in den Landkreisen Hualien in Osttaiwan und Nantou in Zentraltaiwan eine Intensität von 4.
Das Beben führte vorübergehend zu Verkehrsunterbrechungen. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Die Taiwan Railway Corporation (TRA) verhängte auf Teilen der Strecke im Osten Taiwans Geschwindigkeitsbeschränkungen, nachdem an einigen Bahnhöfen Intensitätswerte von 3 oder 4 gemessen worden waren.
In Taipei ergriff das Betriebsleitzentrum der MRT standardmäßige Sicherheitsmaßnahmen. Züge der Bannan-Linie wurden kurzzeitig, etwa eine Minute lang, angehalten und danach wieder aufgenommen, nachdem das System die Intensität des Bebens bestätigt hatte, teilte der Betreiber mit.
Nach Angaben des Direktors des Seismologischen Zentrums der Zentralen Wetterbehörde, Wu Chien-fu (吳健富), wurde das Beben durch die anhaltende Kollision der Philippinischen Platte mit der Eurasischen Platte ausgelöst.
Wu warnte, dass in den nächsten drei Tagen Nachbeben der Stärke 5 bis 5,5 möglich seien, und riet zur Vorsicht.
Er wies darauf hin, dass es sich um ein sehr aktives Epizentralgebiet handelt. Seit 2002 seien dort insgesamt 24 Erdbeben der Stärke 5,5 oder höher registriert worden, die meisten in Tiefen von weniger als 50 Kilometern.
Wu fügte hinzu, dass die seismische Gesamtaktivität Taiwans in diesem Jahr weiterhin im langjährigen Durchschnitt liege, mit vier Erdbeben der Stärke 6 bis 7 sowie 40 Erdbeben der Stärke 5 bis 6.