Taipei – 09. Dezember 2025 Das Außenministerium (MOFA) erklärte, Peking habe eine langjährige Praxis, internationale Dokumente zu verfälschen, und wies darauf hin, dass Taiwan gemäß dem Vertrag von San Francisco nicht an die Volksrepublik China (VR China) übergeben wurde.
Auf einer Pressekonferenz am Montag wies Außenministeriums-Sprecher Hsiao Kuang-wei (蕭光偉) die Behauptung des chinesischen Außenministers Wang Yi (王毅) zurück, Taiwans Status sei durch Kriegserklärungen und die UN-Resolution 2758 „siebenfach festgeschrieben“. Hsiao sagte, Peking zitiere selektiv Dokumente, die seine Darstellung stützen, während es rechtlich bindende Verträge und historische Fakten ignoriere, die seiner Position widersprechen.
Hsiao erklärte, dass der Vertrag von San Francisco — 1951 unterzeichnet, um den Pazifikkrieg offiziell zu beenden — politische Erklärungen wie die Kairoer Erklärung und die Potsdamer Proklamation ersetzte. Der Vertrag habe die Souveränität über Taiwan nicht der VR China zugewiesen.
„Der Vertrag übertrug Taiwan nicht an die Volksrepublik China, und die VR China hat Taiwan niemals regiert. Daher ist Taiwan absolut kein Teil der VR China, und diese Einschätzung wird bereits von bedeutenden demokratischen Staaten anerkannt“, sagte Hsiao.
Hsiao betonte zudem Taiwans demokratische Entwicklung. Die politische Liberalisierung in den 1980er Jahren und die erste direkte Präsidentschaftswahl 1996 hätten eine vollständig gewählte Regierung etabliert, die effektive Kontrolle ausübt und Taiwan international repräsentiert.