Der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat die Opposition dazu aufgerufen, das vorgeschlagene Sonderverteidigungsbudget in Höhe von 40 Milliarden USD pragmatisch zu behandeln. Im Angesicht der Bedrohung Chinas müsse die taiwanische Regierung nicht nur die Sicherheit Taiwans schützen, sondern habe auch die Verantwortung, die Stabilität der Region zu bewahren. Die Oppositionsparteien hatten erneut verhindert, dass das Sonderbudget auf die Tagesordnung des Parlamentes gesetzt wurde.
Präsident Lai sagte, es sei schwer zu verhindern, dass es in einem demokratischen Land internen Wettbewerb gibt. Gegenüber einer Bedrohung von außen müsse man allerdings zusammenhalten. Alle sollten gemerkt haben, dass China nicht nur Taiwan bedrohe, sondern auch Druck auf benachbarte Länder ausübt. Benachbarte Länder würden nach und nach auch ihre Verteidigungskapazität stärken und regionale Zusammenarbeit vorantreiben.
Unter diesen Umständen müsse die taiwanische Regierung ihre Verteidigungskapazität stärken und das Verteidigungsbudget erhöhen. Er hoffe, die Opposition und das Parlament könnten den Sonderhaushalt rational und pragmatisch angehen und ihn nicht im Verfahrensausschuss blockieren.
Präsident Lai sagte weiter, die Regierung hoffe, dass der Sonderhaushalt im Ausschuss geprüft werden könne. Die Gesellschaft könne so die Prüfungsumstände nachvollziehen und gemeinsam unterstützen. Wenn es etwas zu streichen oder anzupassen gebe, könne dies ebenfalls der öffentlichen Meinung entsprechend getan werden.