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Lai eröffnet neues Supercomputing-Zentrum in Tainan

12/12/2025 18:21
Redaktion: RTI Deutsch
Präsident Lai Ching-te bei der Einweihungszeremonie des „NCHC Cloud Computing Center“ am 12. Dezember. (Foto: Präsidialamt)
Präsident Lai Ching-te bei der Einweihungszeremonie des „NCHC Cloud Computing Center“ am 12. Dezember. (Foto: Präsidialamt)

Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat heute im Wissenschaftspark Tainan das neue „Cloud Computing Center des Nationalen Zentrums für Hochleistungsrechnen“ (NCHC) offiziell eingeweiht. In seiner Rede bezeichnete er die Eröffnung als historischen Meilenstein: Taiwan vollziehe damit den entscheidenden Schritt vom reinen Hardware-Fertiger hin zu einer „KI-Nation“.

Die Regierung tätigt hierfür massive Investitionen. Lai kündigte an, im Rahmen der „Neuen Zehn Großprojekte für KI“ bis zum Jahr 2040 über 100 Milliarden Taiwan-Dollar (ca. 2,9 Milliarden Euro) zu investieren. Ein Produktionswert von 15 Billionen Taiwan-Dollar und 500.000 neue Arbeitsplätze im KI-Sektor sind das Ziel

Lai skizzierte drei strategische Dimensionen des neuen Zentrums:
Mit dem neuen KI-Supercomputer „Jinchuang 26“ (wörtlich: Chip-Innovation 26) beweise Taiwan, dass es nicht nur Chips fertigen, sondern auch führend in Systemintegration und Supercomputing sei. Das Zentrum setzt zudem auf modernste Energiespartechnologien und erdbebensicheres Design, um Taiwans Innovationskraft und Resilienz zu demonstrieren.

Weiterhin soll die Anlage gemeinsam mit dem geplanten KI-Datenzentrum in Shalun zum „Rechen-Herz“ Südtaiwans werden und ein Ökosystem für Start-ups und Smart-Living-Anwendungen schaffen.

Anschließend sagte Lai, die Regierung stelle die Infrastruktur bereit, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Start-ups den Zugang zu notwendigen Ressourcen zu erleichtern.

Eine besondere Ankündigung betraf die internationale Zusammenarbeit. Präsident Lai gab eine Kooperation zwischen dem NCHC, der Chunghwa Telecom und dem japanischen Telekommunikationsunternehmen NTT bekannt. Gemeinsam soll ein rein optisches Netzwerk eingeführt werden. Diese Technologie ersetzt herkömmliche elektronische Signalübertragungen und verbindet das Rechenzentrum direkt mit dem internationalen Seekabelnetz. Dies werde den Energieverbrauch drastisch senken und die Datengeschwindigkeit erhöhen. Die Zusammenarbeit sei nicht nur technologisch wegweisend, sondern vertiefe auch die Freundschaft zwischen Taiwan und Japan.

Abschließend betonte der Präsident die sicherheitspolitische Relevanz. Das Zentrum wird direkt mit Seekabel-Anlandestationen und dem inselweiten Glasfasernetz verbunden sein. Es fungiere somit als „digitale Festung“, die Taiwans digitale Resilienz, Cybersicherheit und Kommunikationsfähigkeit im Krisenfall sichert.

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