Der taiwanische Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫) hat am Freitag (12.12.) mit einer Delegation Brüssel besucht, um dort am Taiwan-EU Handels- und Investitionsdialog teilzunehmen. Beide Seiten sprachen über wirtschaftliche Sicherheit, die Widerstandsfähigkeit der Halbleiterlieferketten und andere strategische Themen. Konkret wurden auch handelsrelevante Klimamaßnahmen und globale Überkapazitäten im Stahlsektor thematisiert.
Beim Taiwan-EU Handels- und Invesititonsdialog handelt es sich um die höchstrangige Dialogplattform für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Taiwan und der EU. Wirtschaftsminister Kung teilte sich den Vorsitz mit Sabine Weyand, Generaldirektorin der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission.
Während des Treffens stellte Minister Kung Ming-hsin Taiwans Ansatz zur Bewältigung der Trends zum “Derisking” und zur Diversifizierung der globalen Lieferketten vor. Entsprechend dem Ziel, in Taiwan verwurzelt zu bleiben und gleichzeitig global zu expandieren, stärke Taiwan aktiv seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig habe man Handels- und Investitionszentren im Ausland eingerichtet, um taiwanische Unternehmen bei der Diversifizierung ihrer Aktivitäten zu unterstützen. Damit sollen die Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftspartnern wie der EU vertieft und Taiwans strategische Position in der Weltwirtschaft gestärkt werden.
Die EU ist Taiwans viertgrößter Handelspartner und zudem Taiwans größte Quelle für ausländisches Kapital.