Taipei – 16. Dezember 2025. Die von Mexiko geplanten Zollanhebungen auf bestimmte Importe dürften nur geringe Auswirkungen auf Taiwan haben, erklärte Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫) am Dienstag.
Mexiko hatte im September angekündigt, die Zölle auf Einfuhren aus Ländern ohne Freihandelsabkommen anzuheben. Laut CNA sollen die Sätze zwischen 5 und 45 Prozent steigen. Die Maßnahmen treten am 1. Januar 2026 in Kraft.
Kung sagte, dass die meisten von den Zollanhebungen betroffenen Waren keine taiwanischen Exporte beträfen. Zudem blieben Taiwans wichtigste IKT-Produkte im Rahmen des WTO-Informationstechnologieabkommens zollfrei. Eine Besteuerung von IKT-Gütern würde, so Kung, der mexikanischen Server-Montageindustrie selbst schaden.
Weiter erklärte er, dass Taiwans zentrale Exportgüter weitgehend geschützt seien. Einige Automobilkomponenten könnten jedoch betroffen sein, da die USA Druck auf Mexiko ausübten, chinesische Umladungen zu verhindern. Die Auswirkungen seien jedoch begrenzt.
Zudem betonte Kung, dass Taiwans Pläne zur Errichtung eines Wissenschaftsparks in Mexiko durch die neuen Zollmaßnahmen nicht beeinträchtigt würden.
In Bezug auf US-Zölle erklärte Kung, Taiwans Wettbewerbsfähigkeit in den von Abschnitt 232 betroffenen Sektoren verschaffe dem Land Verhandlungsspielraum. Er verwies auf Taiwans Schlüsselrolle in den globalen Lieferketten für IKT und Halbleiter, wodurch eine günstige Behandlung wahrscheinlich sei.