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Taiwan beobachtet Entwicklung in Venezuela aufmerksam

05/01/2026 18:40
Redaktion: RTI Deutsch
Der stellvertretende Verteidigungsminister Hsu Ssu-chien beantwortet vor der Sitzung des Finanzausschusses im Parlament Fragen von Journalisten (Foto: CNA)
Der stellvertretende Verteidigungsminister Hsu Ssu-chien beantwortet vor der Sitzung des Finanzausschusses im Parlament Fragen von Journalisten (Foto: CNA)

Taiwans Außenministerium hat erklärt, es werde die Entwicklungen in Venezuela weiterhin aufmerksam beobachten. Dies teilte das Ministerium am Sonntag mit.

US-Spezialeinheiten hatten am Samstag bei einem Militäreinsatz in Venezuela Präsident Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores festgenommen und in die USA gebracht.

Auf Anfrage der taiwanischen Presseagentur CNA antwortete das Außenministerium, man verfolge die innen-, außenpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Venezuela mit großer Aufmerksamkeit. Dazu zählten insbesondere die Rolle des venezolanischen autoritären Regimes im internationalen Drogenhandel sowie die durch dessen Herrschaft verursachte humanitäre Krise, die die regionale Stabilität seit Langem erheblich beeinträchtigten.

Man werde auf Grundlage des Prinzips des Schutzes taiwanischer Staatsangehöriger im Ausland die weitere Entwicklung der Lage in Venezuela genau beobachten, um jederzeit informiert zu sein und angemessen reagieren zu können. Zugleich hoffe Taiwans Regierung, dass Venezuela einen reibungslosen und friedlichen Übergang zu einem demokratischen System vollziehen und die bilateralen Beziehungen weiterentwickeln könne.

Das Außenministerium erklärte weiter, man werde weiterhin mit den USA und anderen demokratischen Partnern zusammenarbeiten, um gemeinsam zur Sicherheit, Stabilität und zum Wohlstand in der Region und darüber hinaus weltweit beizutragen.

Der stellvertretende Verteidigungsminister Taiwans, Hsu Ssu-chien (徐斯儉), sagte heute vor der Sitzung des Finanzausschusses des Parlaments mit Blick auf Bedenken, ein solcher sogenannter "Enthauptungsschlag" des US-Militärs gegen Venezuela könnte auch in der Taiwanstraße kopiert werden, die Vorschriften der Streitkräfte zum Umgang mit Notfällen beinhalteten verschiedenste plötzlich auftretende Szenarien. Man habe dazu Annahmen getroffen, entsprechende Übungen durchgeführt und Vorbereitungen getroffen. Er betonte zudem, dass der Finanzausschuss heute über den Haushalt für das laufende Jahr berate und dieser Haushalt sowohl der Abschreckung potenzieller Gegner als auch dem Schutz der Streitkräfte diene.

Der republikanische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus Don Bacon schrieb auf der Plattform X, seine größte Sorge sei, dass Russland den US-Militäreinsatz zur Rechtfertigung seiner illegalen und brutalen militärischen Handlungen gegen die Ukraine nutzen könne oder China als Rechtfertigung für eine Invasion Taiwans.

Der frühere Vorsitzende des American Institute in Taiwan, Richard Bush, erklärte hingegen, die Umstände seien grundlegend verschieden. Chinas Präsident Xi Jinping habe Anreize, eine langfristige Strategie zu verfolgen. Zudem sei nicht garantiert, dass die Demokratische Fortschrittspartei (DPP) auch nach 2028 weiterhin den Präsidenten stellen werde.

Auch Bonnie Glaser, geschäftsführende Direktorin des Indo-Pazifik-Programms beim German Marshall Fund in den USA, hält es für unwahrscheinlich, dass China seine Taiwan-Politik aufgrund der Ereignisse in Venezuela ändern werde. China verfolge langfristige Ziele und sei weiterhin der Ansicht, dass internationale Trends den eigenen Bestrebungen nach einer Vereinigung und Wiederbelebung der Nation entgegenkämen. Zwar könne Xi Jinping seinen Kurs künftig ändern, doch sei es wenig wahrscheinlich, dass dies als direkte Reaktion auf das Vorgehen der USA in Venezuela geschehe.

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