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Taiwan verschärft Regeln für ausländische Praktikanten

10/01/2026 01:11
Redaktion: RTI Deutsch
Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫). (Foto: CNA)
Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫). (Foto: CNA)

Das taiwanische Wirtschaftsministerium hat am Donnerstag neue Richtlinien erlassen, um die Rechte ausländischer Praktikanten in Taiwan besser zu schützen. Die Neuregelung präzisiert die Zulassungsvoraussetzungen, die Vergütung sowie die zulässigen Arbeitszeiten. Wie das Ministerium in Taipei mitteilte, zielen die Maßnahmen darauf ab, sicherzustellen, dass Studierende aus dem Ausland tatsächlich zu Ausbildungszwecken eingesetzt und nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden.

Die verschärften Bestimmungen sehen vor, dass Praktikanten an einer vom taiwanischen Bildungsministerium offiziell anerkannten ausländischen Universität eingeschrieben sein müssen. Zudem müssen die Bewerber mindestens ein Fachsemester abgeschlossen haben, ein dem Praktikum entsprechendes Fach studieren und über grundlegende Sprachkenntnisse in Chinesisch oder Englisch verfügen. Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫) erklärte hierzu, dass im vergangenen Jahr insgesamt 1.805 ausländische Studierende ein Praktikum in Taiwan absolvierten, vorrangig in den Sektoren Gastronomie, Logistik und Fertigung.

Ein Kernpunkt der Reform ist die finanzielle Absicherung. Praktikanten muss mindestens der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden, wobei Stipendien und Zuschüsse zu den Lebenshaltungskosten angerechnet werden können. Seit dem 1. Januar 2026 liegt der monatliche Mindestlohn in Taiwan bei 29.500 NTD (ca. 800 Euro), der Stundensatz bei 196 NTD (ca. 5,31 Euro). Die Arbeitszeit ist streng auf acht Stunden täglich und 40 Stunden pro Woche begrenzt. Nachtarbeit zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung der Praktikanten zulässig.

Darüber hinaus verpflichtet das Ministerium die gastgebenden Unternehmen, für einen Versicherungsschutz zu sorgen, der mindestens eine Gruppenunfall- oder Berufsunfallversicherung beinhaltet. Zur Durchsetzung der Regeln kündigte das Wirtschaftsministerium unregelmäßige gemeinsame Inspektionen mit dem Arbeitsministerium an. Unternehmen, die gegen die neuen Richtlinien verstoßen, können für einen Zeitraum von sechs Monaten von der Aufnahme ausländischer Praktikanten ausgeschlossen werden.

Wirtschaftsminister Kung reagierte mit den neuen Vorgaben auch auf Bedenken aus der Industrie hinsichtlich steigender Kosten. Er betonte, dass ausländische Praktikanten nicht als „billige Arbeitskräfte“ behandelt werden dürften.

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