US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit der New York Times Darstellungen zurückgewiesen, der jüngste US-Militäreinsatz in Venezuela könne China als Präzedenzfall für eine Invasion Taiwans dienen. Er behauptete, dass Chinas Staatschef Xi Jinping (習近平) während seiner bis 2029 dauernden Amtszeit keinen militärischen Angriff auf die Insel wagen werde.
In dem Gespräch wies Trump Vergleiche zwischen Taiwan und Venezuela als unzulässig zurück. Er argumentierte, dass von Venezuela eine „reale Bedrohung“ für die USA ausgegangen sei, die sich nicht mit der Situation Taiwans vergleichen lasse. Während er Maduro vorwarf, Gangmitglieder, Kriminelle und Drogen in die Vereinigten Staaten geschleust zu haben, gäbe es keine Anzeichen dafür, dass Taiwan in ähnlicher Weise die Sicherheit Chinas durch die Öffnung von Gefängnissen oder den Export von Kriminalität gefährde.
Angesprochen auf die Sichtweise von Xi Jinping (習近平), der Taiwan als separatistische Bedrohung betrachtet, reagierte Trump ausweichend. Es liege bei Xi, wie dieser die Lage bewerte. Er habe dem chinesischen Staatschef jedoch persönlich signalisiert, dass er über eine militärische Eskalation „sehr unglücklich“ wäre. Trump äußerte die Hoffnung, dass Peking von einem solchen Schritt absieht, und gab sich überzeugt, dass Xi während seiner bis 2029 dauernden Amtszeit keinen Angriff wagen werde: „Ich glaube nicht, dass er es unter mir als Präsident tun wird“.
Das Weiße Haus verfolgt für das Jahr 2026 weiterhin das Ziel, durch eine massive Stärkung der eigenen und alliierten Militärpräsenz im Indopazifik potenzielle Konflikte um Taiwan und das Südchinesische Meer zu verhindern. Trump vermied es jedoch erneut, eine klare Zusage für einen militärischen Beistand der USA im Falle eines Angriffs zu geben. Er stützte seine Argumentation stattdessen primär auf seine persönliche abschreckende Wirkung gegenüber der Führung in Peking.