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EU-Abgeordneter warnt China vor Gewalt in der Taiwanstraße

13/01/2026 18:28
Redaktion: RTI Deutsch
Michael Gahler, der Vorsitzende der Taiwan-Freundschaftsgruppe des Europäischen Parlaments (Foto: RTI)
Michael Gahler, der Vorsitzende der Taiwan-Freundschaftsgruppe des Europäischen Parlaments (Foto: RTI)

Taipei – 13. Januar 2026. Der Vorsitzende der Taiwan-Freundschaftsgruppe des Europäischen Parlaments, Michael Gahler, hat China eindringlich davor gewarnt, Gewalt zur Veränderung des Status quo in der Taiwanstraße einzusetzen. Ein militärisches Vorgehen hätte schwerwiegende Konsequenzen – bis hin zu Sanktionen der Europäischen Union.

Gahler äußerte sich bei einem Interview mit Radio Taiwan International auf der taiwanischen Insel Kinmen, die nur wenige Kilometer vor der chinesischen Küste liegt. Er hatte zuvor eine zehnköpfige Delegation des Europäischen Parlaments bei einem sechstägigen Besuch in Taiwan angeführt. Dabei traf die Delegation unter anderem Präsident Lai Ching-te sowie mehrere hochrangige Regierungsvertreter.

Der Besuch in Kinmen, das Gahler als „Frontlinieninsel“ bezeichnete, solle zur Deeskalation beitragen und China von einem gewaltsamen Vorgehen abschrecken. Kurz vor der Reise hatte die chinesische Volksbefreiungsarmee groß angelegte Militärmanöver rund um Taiwan abgehalten, die Gahler scharf kritisierte – insbesondere die Schießübungen mit scharfer Munition.

Zugleich lobte der EU-Abgeordnete die Widerstandsfähigkeit Taiwans in Politik, Militär und Gesellschaft. Besorgt zeigte er sich über die Verwundbarkeit von Untersee-Kommunikationskabeln. Dieses Thema gewinne nicht nur für Taiwan, sondern auch für Europa an Bedeutung – etwa im Ostseeraum, wo es zuletzt zu Schäden an Glasfaserkabeln gekommen sei.

In Taiwan werden beschädigte Unterseekabel zunehmend als Teil einer sogenannten Grauzonenstrategie Chinas gesehen. Besonders betroffen sind vorgelagerte Inselgruppen wie Kinmen und Matsu, die stark von diesen Kabeln abhängig sind. Gahler sprach sich daher für eine engere Zusammenarbeit zwischen der EU und Taiwan zum Schutz dieser Infrastruktur aus.

Abschließend betonte Gahler, dass Europa auch ohne formelle diplomatische Beziehungen die praktische Zusammenarbeit mit Taiwan weiter ausbaue – vor allem in den Bereichen Handel und Technologie.

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