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Kritik aus Kanada zur vorzeitigen Abreise zweier kanadischer Abgeordneten 

14/01/2026 20:24
Redaktion: RTI Deutsch
Der kanadische Premierminister Mark Carney traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping am 31. März 2025 beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Südkorea.
Der kanadische Premierminister Mark Carney traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping am 31. März 2025 beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Südkorea.

Kanadas Premierminister Mark Carney ist gestern (13.) zu einem China-Besuch aufgebrochen. Zwei liberale Abgeordnete, Helena Jaczek und Marie‑France Lalonde, beendeten daraufhin ihre Taiwan‑Reise vorzeitig auf "Anraten der Regierung", um "Verwirrung in der kanadischen Außenpolitik zu vermeiden". Die fünfköpfige Delegation war vom 10. bis 16. Januar in Taiwan geplant; drei Abgeordnete der oppositionellen Konservativen setzen das Programm fort. Die beiden Liberalen erklärten, Kanadas Taiwan‑Position bleibe unverändert.

Aus der kanadischen Politik kam scharfe Kritik. Der außenpolitische Sprecher der Konservativen, Michael Chong wertete den Schritt als Unterwerfung unter Pekings Autoritarismus und als Schaden für die Beziehungen zu Taiwan, so berichtet die Zeitung "The Globe and Mail". Er betonte, Taiwan solle keine Belastung für die kanadischen Regierungsbeamten darstellen, denn Taiwan sei ein demokratischer Partner. Beide Völker pflegten enge Beziehungen und regen Handel und seien beide der Wahrung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet.

Auch die taiwanische Professorin HsingChi von Bergmann (山人幸琪) an der University of British Columbia (UBC) zeigte sich der Nachrichtenagentur CNA gegenüber überrascht, denn die Aussagen der Liberalen stelle einen klaren Bruch mit Kanadas langjährigem Schwerpunkt auf "wertebasierter Diplomatie" dar. Der Eindruck entstehe, Ottawa schwäche die Unterstützung für einen demokratischen Partner zugunsten wirtschaftlicher Interessen.

Bereits 2022 wies Weldon Epp, der für den Indo-Pazifik zuständige Abteilungsleiter im kanadischen Außenministerium, auf Kanadas "strategische Ambiguität" in den inoffiziellen Beziehungen zu Taiwan. Demnach sollen Spielräume für Handel, Bildung und Forschung in der Region gewahrt bleiben. Vor diesem Hintergrund betonten die beiden liberalen Abgeordneten, die vorzeitige Rückreise ändere nichts an Kanadas Haltung zu Taiwan.

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