Taiwan und die USA haben heute die fünfte Runde eines hochrangigen Dialogs im Rahmen der US-taiwanischen Bildungsinitiative abgehalten. Dabei standen Sprachbildung und kultureller Austausch im Mittelpunkt.
Karin Lang, stellvertretende Direktorin des American Institute in Taiwan (AIT), sagte nach dem Dialog bei einer Presseveranstaltung in Taipei, die Ausbildung von Fachkräften in kritischen und aufstrebenden Technologien wie Halbleitern, fortschrittlicher Fertigung und künstlicher Intelligenz erfordere nachhaltige Investitionen in Bildung und Austauschprogramme. Spracherwerb und interkulturelle Kompetenz seien "wesentliche Fähigkeiten für Arbeitskräfte, die in globalen Hightech-Umgebungen effektiv agieren müssen".
Taiwans stellvertretender Außenminister Chen Ming-chi (陳明祺) erklärte, beide Seiten wollten gemeinsam bilaterale Rahmenwerke zur Talentförderung aufbauen, den Unterricht in Mandarin und interkultureller Bildung stärken, den Englischunterricht im Einklang mit Taiwans bilingualer Politik verbessern und Plattformen für die Bildungszusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA ausbauen:
"Angesichts der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz freuen wir uns besonders auf die Zusammenarbeit mit unseren US-Partnern, um KI-Anwendungen im Mandarinunterricht auszuweiten und bei der Entwicklung sowie dem Einsatz vertrauenswürdiger traditionell-chinesischer Korpora in großen Sprachmodellen zusammenzuarbeiten", sagte Chen.
AIT Managing Director Ingrid Larson erklärte, wenn Bundesstaaten und Kommunen in Sprachenlernen, kulturelles Verständnis und Bildungskooperation investierten, entstünden dauerhafte Beziehungen, die mit der Zeit weiter wüchsen und zugleich greifbare Chancen für Lernende und Institutionen schafften.
Der Dialog am Donnerstag fand etwa eine Woche nach dem Abschluss von Zollverhandlungen zwischen Taiwan und den USA statt. Demnach sollen taiwanische Unternehmen mindestens 250 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten investieren, vor allem in der Halbleiterindustrie.