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Katastrophenschutz: Taiwan lernt aus den Erfahrungen der Ukraine

26/01/2026 18:45
Redaktion: RTI Deutsch
Der stellvertretende Innenminister Ma Shih-yuan (li), Taras Andrukhovych (re) und Anna Lvova (Mitte) (Foto: RTI)
Der stellvertretende Innenminister Ma Shih-yuan (li), Taras Andrukhovych (re) und Anna Lvova (Mitte) (Foto: RTI)

Zwei ukrainische Journalisten haben am Freitag das Innenministerium besucht und ein Exklusivinterview mit dem stellvertretenden Innenminister Ma Shih-yuan (馬士元) geführt. Der Journalist Taras Andrukhovych und die Journalistin Anna Lvova sind die ersten Journalisten, die sich im Rahmen eines Austauschprogrammes von Radio Taiwan International (RTI) und Polskie Radio zu einem zweimonatigen Aufenthalt in Taiwan befinden. Das Programm zur Unterstützung ukrainischer Journalistinnen und Journalisten wird von Taiwans Außenministerium gefördert. 

Der stellvertretende Innenminister Ma Shih-yuan erklärte im Interview, dass Taiwans Gebäude aufgrund ihrer hohen Erdbebensicherheit sehr stabil seien. Sollte es im Falle eines Krieges in der Taiwanstraße zu Luftangriffen auf Taiwan kommen, wären die Schäden an Gebäuden voraussichtlich begrenzt. Die Hauptprobleme wären vielmehr Brände sowie chemische Kontaminationen.

Auf die Frage, ob Taiwan seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges Lehren oder Erfahrungen aus der Ukraine übernommen habe, antwortete Ma, dass die taiwanische Regierung derzeit die ukrainischen Erfahrungen im Umgang mit Raketen- und Luftangriffen auswerte und auf dieser Grundlage detaillierte Schulungspläne für Maßnahmen nach Bombardierungen ausarbeite: "Die oberste Priorität ist die Rettung von Menschenleben und das Löschen von Bränden. Hinzu kommen mögliche CBRN-Bedrohungen – chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren sowie Kontaminationen. Deshalb wird das Innenministerium Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizisten für den Umgang mit den Umweltfolgen nach Bombardierungen ausbilden. Wir hatten zuvor keine derartigen Erfahrungen, daher lernen wir aus den Erfahrungen der Ukraine, wie man mit solchen Situationen umgeht."

Ma wies jedoch auch darauf hin, dass sich nicht alle Fragen anhand des russisch-ukrainischen Krieges beantworten ließen. So gebe es bislang keine geeigneten internationalen Erfahrungen mit amphibischen Angriffen in dicht besiedelten urbanen Gebieten. Dies bedeute, dass Taiwan entsprechende Verteidigungsstrategien selbst entwickeln müsse.

Zum zivilen Verteidigungssystem Taiwans sagte Ma, dass Taiwan derzeit aktiv die Ausbildung und Zertifizierung von Katastrophenschutzhelfern vorantreibe. Bis Ende vergangenen Jahres seien bereits rund 100.000 Personen geschult worden; Ziel sei es, diese Zahl bis Ende dieses Jahres auf 200.000 zu erhöhen. Darüber hinaus bilde das Innenministerium landesweit zivile Organisationen wie Gemeinden und Unternehmen aus und unterstütze sie beim Aufbau sogenannter "Taiwan Community Emergency Response Teams" (T-CERT).

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