Taiwans Gesundheitsministerium hat heute das "AI Compute Center and International Federated-Learning‑Platform" in Betrieb genommen. Ziel ist es, mit KI die Daten von zunächst 16 Kliniken besser zu nutzen und zugleich mit Partnern in Thailand und Schweden zusammenzuarbeiten. Das Projekt ist Teil der "Neuen Zehn KI‑Strategien" des Kabinetts und bündelt Anwendungen, Schlüsseltechnologien und digitale Infrastruktur.
Gesundheitsminister Shih Chung‑liang (石崇良) sagte, das Ministerium habe seit 2024 ein eigenes Rechenzentrum aufgebaut und erste Anwendungen wie den Smart‑Kunderservice (Hotline 1966) und die Fehlerbehebung interner Dokumente erprobt. Kern der neuen Plattform ist "förderiertes Lernen", d. h. dass die Plattform eine Auswahl geeigneter elektronischer Patientenakten verschiedener Krankenhäuser als Lernmaterial für KI nutzt, wobei die Patientenakten vor Ort verbleiben. Eine Erprobung unter anderem mit dem Taipei Veterans Krankenhaus und weiteren Kliniken sei erfolgreich gewesen; nun starte der Ausbau auf 16 weitere Krankenhäuser.
International arbeitet die Plattform mit der Mahidol‑Universität in Thailand und dem Karolinska‑Universitätskrankenhaus in Schweden. In Thailand geht es besonders um die Auswertung von Mammografie‑ und Röntgenbildern zu Tuberkulose. Shih betonte, dass keine Rohdaten das Land verlassen und nur Modelle validiert werden.