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Vize-Außenminister Wu betont Bedeutung bilateraler Beziehungen

29/01/2026 20:16
Redaktion: RTI Deutsch
Die Journalisten Taras Andrukhovych und Anna Lvova im Gespräch mit Vize-Außenminister François Wu Chih-chung (Foto: RTI)
Die Journalisten Taras Andrukhovych und Anna Lvova im Gespräch mit Vize-Außenminister François Wu Chih-chung (Foto: RTI)

Laut dem stellvertretenden Außenminister François Wu Chih-chung (吳志中) stehen multilaterale Organisationen wie die Vereinten Nationen angesichts der jüngsten, sich stetig verändernden internationalen Lage vor zunehmenden Problemen. Daher rücken bilaterale Beziehungen immer stärker in den Mittelpunkt der taiwanischen Diplomatie. Dies erklärte Wu heute in einem Interview mit zwei ukrainischen Journalisten von Polskie Radio.

Insbesondere im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) genieße Taiwan weiterhin große internationale Aufmerksamkeit und erhält fortlaufend Kooperationsanfragen aus aller Welt. Taiwan sei bereit, seine Erfahrungen zu teilen und eine aktivere Rolle in der internationalen Gemeinschaft zu übernehmen.

Die Journalisten Taras Andrukhovych und Anna Lvova sind die ersten Teilnehmer eines Austauschprogramms von Radio Taiwan International (RTI) und Polskie Radio zur Unterstützung ukrainischer Journalistinnen und Journalisten. Sie halten sich für zwei Monate zu Recherchezwecken in Taiwan auf, das Programm wird vom taiwanischen Außenministerium gefördert.

Wu erläuterte, dass Taiwans diplomatische Lage maßgeblich durch den Druck Chinas als zweitgrößter Volkswirtschaft der Welt geprägt sei. Das Außenministerium arbeite gezielt daran, das von China propagierte Narrativ des "Ein-China-Prinzips" aufzubrechen und der Welt zu verdeutlichen, dass Taiwan keine innere Angelegenheit Chinas und kein Teil Chinas ist. Zwar erkennen nur wenige Staaten Taiwan offiziell an, dennoch unterhält das Außenministerium weltweit 111 Auslandsvertretungen.

Internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Welthandelsorganisation (WTO) büßen zunehmend an Funktionsfähigkeit ein. Dadurch gewinnen bilaterale Beziehungen an Bedeutung. Durch bilaterale Gespräche über zentrale Themen hätten sich Taiwans Beziehungen zu zahlreichen Ländern spürbar verbessert, und die Zahl der Staaten, die Taiwans Unterstützung suchten, nehme kontinuierlich zu. 

Wu sagte: "Wenn wir mit anderen Ländern zusammenarbeiten, legen wir besonderen Wert darauf, welche aktive Rolle Taiwan spielen kann und wie Taiwan andere Länder bei der Reindustrialisierung unterstützen kann. Da Künstliche Intelligenz unsere Stärke ist und Taiwan als 'Hauptstadt der Künstlichen Intelligenz' gilt, erhalten wir fortlaufend Anfragen aus aller Welt, mit Taiwan im Bereich Künstliche Intelligenz zusammenzuarbeiten."

In Bezug auf die bilateralen Beziehungen zu Polen hob Wu hervor, dass Taiwan den mittel- und osteuropäischen Ländern keineswegs weniger Bedeutung beimesse als Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Besonders die Beziehungen zu Polen hätten sich in den letzten Jahren deutlich intensiviert. Als für Europa zuständiger Vizeminister bearbeite Wu regelmäßig Berichte zum Ausbau der Kooperation, was die fortgesetzte Vertiefung der Beziehungen unterstreiche.

Zum Thema Ukraine erklärte Wu, Taiwan werde die Ukraine aus Gründen gemeinsamer Werte und Interessen weiterhin unterstützen. Eine weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Taiwan und der Ukraine hänge seiner Einschätzung nach jedoch von der ukrainischen Regierung ab.

Bezüglich der Behauptung, russische Raketen enthielten taiwanische Komponenten, stellte Wu klar, dass diese Darstellung unzutreffend sei. Taiwan arbeite seit dem russischen Angriff auf die Ukraine eng mit dem demokratischen Lager zusammen und habe strenge Exportkontrollen für Hochtechnologie gegenüber Russland implementiert. Wu forderte die ukrainische Regierung auf, konkrete Informationen direkt an Taiwan zu übermitteln, um gemeinsam gegen aggressive Handlungen autoritärer Regime vorzugehen.

Mit Blick auf die regionale Lage und die Situation in der Taiwanstraße betonte Wu, dass Frieden und Stabilität im Indopazifik eng mit den Interessen der USA, Japans und westlicher Staaten verknüpft werden müssten. Nur so würden diese Länder aktiv, sollte China versuchen, den Status quo zu verändern oder Taiwan gewaltsam zu unterwerfen. Das Außenministerium arbeite kontinuierlich daran und sei überzeugt, dass diese Strategie wirke. Bei den chinesischen Militärmanöver in der Region erkenne man auch zunehmende internationale Unterstützung für Taiwan.

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