Taipei – 03. Februar 2026. Der chinesische Botschafter in Australien, Xiao Qian (肖千), erklärte auf seiner jährlichen Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch, es gebe „keinen Raum für Kompromisse“ in Bezug auf Pekings Haltung zur angestrebten Wiedervereinigung Chinas mit Taiwan.
Er sagte: „Es gibt eine Handvoll Menschen in Taiwan, die nicht anerkennen, dass sie Chinesen sind. Sie unterstützen Chinas Wiedervereinigung nicht“, und weiter: „Sie können Taiwan verlassen. Taiwan ist chinesisches Territorium. Wenn sie sich weigern, Bürger Chinas zu sein, können sie die Insel verlassen.“
Das taiwanische Außenministerium verurteilte diese Äußerungen am Montag scharf. Es bekräftigte, dass die beiden Seiten der Taiwanstraße einander nicht untergeordnet seien, und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, gemeinsam einseitige Veränderungen des Status quo zu verhindern.
Das Ministerium bezeichnete Xiaos öffentliche Aussagen als haltlos und verwies auf seine falsche Berufung auf die Resolution 2758 der UN-Generalversammlung, mit der Taiwan der souveräne Status abgesprochen werde. Das Außenministerium betonte erneut, Taiwan sei ein souveräner und unabhängiger Staat und die Volksrepublik China habe Taiwan „nicht einen einzigen Tag“ regiert. Erklärungen, die Taiwans Status verfälschten oder die demokratische Entscheidung des taiwanischen Volkes leugneten, könnten den international anerkannten Status quo in der Taiwanstraße nicht verändern.
Nur die Bevölkerung Taiwans habe das Recht, über die Zukunft Taiwans zu entscheiden, fügte das Ministerium hinzu und rief die internationale Gemeinschaft zu weiterer Unterstützung auf.