Nach dem Abschluss der Taiwan–USA-Zollgespräche hat Landwirtschaftsminister Chen Junne-jih (陳駿季) heute (4.) erklärt, die Herabsetzung des US-Zolls auf 15 Prozent ohne Aufschlag eröffne Taiwans Agrar- und Fischereiprodukten neue Chancen. Weil der Satz niedriger sei als bei vielen Wettbewerbern, könne Taiwan den US‑Markt sichern und ausbauen. Das sagte Chen bei einer Pressekonferenz des Landwirtschaftsministeriums zum bevorstehenden Neujahrsfest.
Chen kündigte an, die bisherige Anbau-Registrierung werde 2026 ausgeweitet, um Angebot und Nachfrage besser zu steuern und Ungleichgewichte zu vermeiden. Nach zahlreichen Naturkatastrophen im vergangenen Jahr habe das Ministerium Hilfen für Landwirtschaftsbetriebe bereitgestellt; zugleich seien Anstrengungen unternommen worden, um die Produktion planbarer zu machen.
Auch die nachgeordneten Behörden sehen Potenzial. Fischereichef Wang Mao‑cheng (王茂城) sagte, bei Exporten wie Tilapia und Seebarsch lägen die Zölle für Konkurrenzländer wie China, Indonesien oder Thailand oft höher oder gleich, was Taiwans Aquakultur im US‑Markt stärke. Produkte wie heimische Edamame stünden in Japan unter Preisdruck; der 15‑Prozent‑Satz in den USA könne dort zusätzliche Absatzchancen eröffnen und Rückgänge ausgleichen.