China will Chinesen mit Wohnsitz in Shanghai Reisen auf die taiwanischen Inseln Kinmen und Matsu ermöglichen. Das verkündete das chinesische Ministerium für Kultur und Tourismus am gestrigen Mittwoch, nach Ende des KMT-CPP Thinktank Forums.
Die Anzahl chinesischer Touristen in Taiwan ist seit Beginn der Corona-Pandemie stark gesunken. Die taiwanische Festlandkommission sieht die Schuld dafür bei der chinesischen Regierung, welche sich weigere, Reisen chinesischer Staatsbürger nach Taiwan zu erlauben.
Aktuell können lediglich chinesische Staatsbürger mit Wohnsitz in einem Drittstaat eine Einreisegenehmigung zu touristischen Zwecken beantragen. Bürger der chinesischen Küstenprovinz Fujian können zudem die vorgelagerten taiwanischen Inseln Kinmen und Matsu besuchen.
Die taiwanische Tourismusbehörde äußerte sich am heutigen Donnerstag zu dem Vorhaben, Menschen aus Shanghai den Besuch von Kinmen und Matsu zu ermöglichen. Die taiwanische Taiwan Strait Tourism Association (TSTA) habe im vergangenen Jahr der chinesischen Association for Tourism Exchange Across the Taiwan Straits (ATETS) gegenüber den Willen zur Kommunikation ausgedrückt. Bis heute habe sie jedoch keine Reaktion erhalten. Man rufe daher die chinesische Seite auf, den beiden Tourismusvereinigungen schnellstmöglich zu antworten.
Die taiwanische Tourismusbehörde sagte weiter, aktuell gebe es auf taiwanischer Seite keine rechtlichen Regelungen, welche chinesische Bürger aller Provinzen daran hindern würden, nach Kinmen und Matsu zu reisen.