Taiwans Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) hat die Gemeinsame Erklärung der australischen Außenministerin Penny Wong und des deutschen Außenministers Johann Wadephul begrüßt.
Die australische Außenministerin Penny Wong und der deutsche Außenminister Johann Wadephul veröffentlichten nach einem Treffen in der australischen Hauptstadt Canberra am 5. Februar eine gemeinsame Erklärung, in der sie auch die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße betonten. In der gemeinsamen Erklärung heißt es:
"Wir unterstreichen, wie wichtig Frieden und Stabilität in der gesamten Taiwanstraße sind, und bekräftigen unsere einmütige Ablehnung einseitiger Versuche, den Status quo zu ändern. Wir rufen zu einer friedlichen Lösung der diesbezüglichen Fragen durch Dialog und ohne Zwang oder Gewaltanwendung auf. Wir unterstützen Taiwans wirksame Beteiligung in internationalen Organisationen als Mitglied, wenn Eigenstaatlichkeit keine Voraussetzung ist, und als Beobachter oder Gast, wenn Eigenstaatlichkeit Voraussetzung ist."
Taiwans Außenminister Lin Chia-lung begrüßte ausdrücklich, dass dieser Konsens und Standpunkt – nach 2023 – erneut bekräftigt wurde.
In einer heute vom Außenministerium veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, Australien und Deutschland seien gleichgesinnte Partner Taiwans und teilten universelle Werte wie Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit.
Die Wahrung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und der indopazifischen Region sei bereits globaler Konsens. Taiwan werde als unverzichtbares Mitglied der internationalen Gemeinschaft weiterhin die regelbasierte internationale Ordnung verteidigen und gemeinsam Frieden, Sicherheit und Wohlstand in der indopazifischen Region stärken.
Die australische Außenministerin und der deutsche Außenminister bringen in ihrer gemeinsamen Erklärung außerdem ihre Besorgnis über die zunehmenden Spannungen im Südchinesischen Meer und das riskante Verhalten auf See und in der Luft zum Ausdruck: "Wir bekräftigen, dass Streitigkeiten friedlich im Einklang mit dem Völkerrecht beigelegt werden sollen, und betonen erneut, dass der Schiedsspruch von 2016 in Bezug auf das Südchinesische Meer endgültig und für beide Parteien bindend ist", so heißt es in der gemeinsamen Erklärung.