Taipei – 10. Februar 2026. Taiwan hat Gespräche über eine Umbenennung seiner Vertretung in Litauen ausgeschlossen. Das erklärte Außenministeriumssprecher Hsiao Kuang-wei am Dienstag. Der Name „Taiwanische Repräsentanz“ sei im gegenseitigen Einvernehmen beschlossen worden und bleibe unverändert. Taiwan und Litauen verbinde eine Partnerschaft auf Grundlage gemeinsamer demokratischer Werte.
Zuvor hatte der litauische Abgeordnete Ruslanas Baranovas erklärt, die Bezeichnung sei zwar ein „taktischer Fehler“ gewesen, grundsätzlich jedoch nicht falsch. An der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ändere sich nichts.
Taiwan will die Kooperation mit Litauen weiter ausbauen, unter anderem in den Bereichen Lasertechnologie, Halbleiter und Finanzwesen. Ziel sei es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen und die demokratische Widerstandsfähigkeit beider Länder zu stärken.
Taiwan eröffnete seine Vertretung in Vilnius im Jahr 2021, Litauen folgte 2022 mit einem Büro in Taipeh.