Taipei – 10. Februar 2026 Taiwans Vizepremierministerin Cheng Li-chiun ist am Dienstag in die USA gereist, um die letzten Details eines bilateralen Zollabkommens auszuhandeln. Cheng hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Gespräche mit der US-Regierung geführt. Nach Angaben des US-Handelsministeriums einigten sich beide Seiten bereits auf einen Zollsatz von 15 Prozent auf taiwanische Waren. Im Gegenzug wollen taiwanische Unternehmen rund 250 Milliarden US-Dollar in den USA investieren.
Ziel der aktuellen Reise ist es, offene Punkte zu klären und das Abkommen noch in dieser Woche zu unterzeichnen – möglichst vor Beginn der Feiertage zum Mondneujahr. Die Regierung betonte, man werde nationale Interessen, Unternehmensbelange, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wahren.
Auch nach der Unterzeichnung sollen weitere Gespräche folgen. Taiwan strebt Zollsenkungen oder Ausnahmen für über 1.000 zusätzliche Produkte an. Parallel berät die Regierung mit der Autoindustrie über mögliche Auswirkungen, da Berichte über eine vollständige Abschaffung von US-Autozöllen kursieren.